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Versions-Geschichte: "PolitikwissenschaftlicheGeschlechterforschung"

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2013-11-25 21:34:54 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Für Aristoteles dagegen ist die Frau mit ihrer Weiblichkeit notwendiger Bestandte… (?):
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-   *] Für Aristoteles dagegen ist die Frau mit ihrer Weiblichkeitnotwendiger Bestandteil des Unfreien im Oikos, das die Voraussetzung schafft für die Freiheit seines Vorstandes in der zivilisierten Sphäre der Agora.
+   *] Für Aristoteles dagegen ist die Frau mit ihrer Weiblichkeit notwendiger Bestandteil des Unfreien im Oikos, das die Voraussetzung schafft für die Freiheit seines Vorstandes in der zivilisierten Sphäre der Agora.
2011-08-05 21:41:08 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Saskia Sassen verweist darauf, dass die Globalisierung nicht einfach nur abstrakt… (?):
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-   *] Saskia Sassen verweist darauf, dass die Globalisierung nicht einfach nur abstrakt den Planeten integriert, sondern sich vor allem an lokalen Zentren, "global cities" abspielt, wo ihre luftigen Höhen dann doch wieder ganz konkret geerdet sind mit einem Unterbau, Maschiennraum aus Drecks-Arbeit, Prostitution, Hausfrauen. Globalisierung ist gar nicht so gesichtslos.
+   *] Saskia Sassen verweist darauf, dass die Globalisierung nicht einfach nur abstrakt den Planeten integriert, sondern sich vor allem an lokalen Zentren, "global cities" abspielt, wo ihre luftigen Höhen dann doch wieder ganz konkret geerdet sind mit einem Unterbau, Maschinenraum aus Drecks-Arbeit, Prostitution, Hausfrauen. Globalisierung ist gar nicht so gesichtslos.
2011-06-21 22:38:06 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] [/Barbara Holland-Cunz/] kritisiert liberale Idee ungebundener Selbstbestimmtheit… (?):
42,43c42,43
-   *] Barbara Holland-Cunz kritisiert liberale Idee ungebundener Selbstbestimmtheit der Individuen als unrealistisch und sexistischer Theorie verhaftet. Gegenentwurf Anerkennung des Bindungs- und Abhängigkeits-Neigung im Menschen. GegenMythologie zur Autonomie: die Geburt. Die verantwortungsvolle Gemeinschaft statt die atomisierte Gesellschaft. DenkAnsatz, kein fertiger GesellschaftsPlan.
-   *] Anne Phillips analysiert konkret partizipative Demokratie, sieht Probleme, findet's aber prinzipiell gut. Für Geschlechter-differenzierende Politik als Hebel zur Gleichberechtigung, aber auszusetzen, wo diese erreicht. Sagt: Frauen sind keine InteressenGruppe. Aber Vielfalt von Gruppen muss ins System eingedacht sein. Politik des "Alle sind gleich" schärft ausgeblendete Ungleichheiten.
+   *] [/Barbara Holland-Cunz/] kritisiert liberale Idee ungebundener Selbstbestimmtheit der Individuen als unrealistisch und sexistischer Theorie verhaftet. Gegenentwurf Anerkennung des Bindungs- und Abhängigkeits-Neigung im Menschen. GegenMythologie zur Autonomie: die Geburt. Die verantwortungsvolle Gemeinschaft statt die atomisierte Gesellschaft. DenkAnsatz, kein fertiger GesellschaftsPlan.
+   *] [/Anne Phillips/] analysiert konkret partizipative Demokratie, sieht Probleme, findet's aber prinzipiell gut. Für Geschlechter-differenzierende Politik als Hebel zur Gleichberechtigung, aber auszusetzen, wo diese erreicht. Sagt: Frauen sind keine InteressenGruppe. Aber Vielfalt von Gruppen muss ins System eingedacht sein. Politik des "Alle sind gleich" schärft ausgeblendete Ungleichheiten.
2011-06-21 22:36:40 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Sozialdemokraten glauben daran, dass der Staat den Markt macht. Neomarxisten und … (?):
50c50,59
-   *] ...
+   *] Sozialdemokraten glauben daran, dass der Staat den Markt macht. Neomarxisten und Neoliberale sind sich einig: Der Markt macht den Staat. Die Globalisierung schwächt marktgetrieben die Staaten und bootet also die Lehre der Sozialdemokraten aus. Da bleibt ja nur noch, sich entweder auf die Seite der Neomarxisten oder Neoliberalen zu werfen.
+   *] Dass Globalisierung ein natürlicher Vorgang sei, da hackt der Feminismus mit Freuden drauf ein, ist er's doch gewohnt, dass politisch Gemachtes als Natürlichkeit verpackt wird. Hilft auch net, dass Neoliberalismus sich nicht entscheiden kann, ob Globalisierung nun aufgrund ihrer Natürlichkeit unaufhaltsam sei oder Staaten doch bitte ihre hemmende Gängelung sein lassen sollen.
+   *] Saskia Sassen verweist darauf, dass die Globalisierung nicht einfach nur abstrakt den Planeten integriert, sondern sich vor allem an lokalen Zentren, "global cities" abspielt, wo ihre luftigen Höhen dann doch wieder ganz konkret geerdet sind mit einem Unterbau, Maschiennraum aus Drecks-Arbeit, Prostitution, Hausfrauen. Globalisierung ist gar nicht so gesichtslos.
+   *] Globalisierung durcheinandert geschlechtliche Hierarchisierungen. Nun ist der Staat als hindernder Sozialstaat weiblich, das Private als Wirtschaft männlich. Im Chaos Chancen zur Subversion des Sexismus, gleichzeitig potenziert die Globalisierung aber auch kolonialistisch-sexistische Ausbeutungsverhältnisse. Der Aufstieg der Tigerstaaten ist schlecht bezahlte Frauenarbeit.
+   *] "Body Politics" bringt den Körper als Begriff, als Mach-Anordnung, als politisch-technischen Bearbeitungs-Gegenstand in die Diskussion. Traditionell ist der Körper ein blinder Fleck der politischen Theorie. Die vertraut auf seine Natürlichkeit oder verwendet ihn als (Genitalien-freie) Metapher, aber sieht in ihm konkret keinen politisch bearbeitbaren Faktor.
+   *] Eine Ausnahme von dieser Ausblendung des Biologischen als politischem Faktor, dieser Sichtweise des politischen Akteurs als körperlich ungebundenem Individuum, bildet die prä-feministische Hannah Arendt mit ihrem Konzept der "Natalität", also dem Umstand, dass immer wieder neue Menschen geboren werden und was das bedeutet, als politischem Faktor. (Hä? Nicht ganz verstanden.)
+   *] Der Feminismus ist von der biotechnologischen Revolution überrollt. Emanzipation oder Kolonisation, Mutterschafts-Enteignung, Entweiblichung? Donna Haraway ist wohl zu utopisch. Judith Butlers Gender-Dekonstruktion ist so auf Sprache fixiert, dass sie die neuen Fragen der konkreten biologisch-technischen Umgrabung des Geschlechter-Territoriums nicht einfangen kann.
+   *] Als mit Ultraschall das Kind im Körper der Frau als lebendes Wesen entdeckt wird, gerät der liberale Humanismus in die Falle, ein Individuum (statt eine Verwachsenheit mit der Mutter) mit eigenen absoluten Ansprüchen anerkennen zu müssen. So wird in der Abtreibungsdebatte das bürgerliche Selbstbestimmungsrecht des Fötus gegen das der Frau ausgespielt, in deren Körper er reift.
+   *] Kritik der Bio-Ethik. Peter Singer bringt euren Humanismus in Bedrängnis. Bio-Ethik sei gar keine Ethik, denn Ethik fängt nach der Annahme eines entscheidungsfähigen menschlichen Individuums an, nicht davor. Bio-Ethik behandelt so grundlegende Fragen, dass sie für die von der Autorität einberufenen Konsortien nur mit Ideologie und Standort-Politik zu beantworten sind.
+   *] Misstrauen gegenüber "Gleichstellungspolitik" und "Gender mainstreaming". Buzzwords, die die Frauenpolitik neutralisieren und in Markt-Effizienz verwandeln sollen?
2011-06-20 16:09:06 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Platon will eine ideale politische Sphäre ganz frei vom Privaten und damit auch W… (?):
38c38,48
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+   *] Platon will eine ideale politische Sphäre ganz frei vom Privaten und damit auch Weibischen. Die Gleichberechtigung der Frauen heißt bei ihm, sie ganz zu Männern zu erziehen. Mutterschaft und Kinderzucht werden vom Staat übernommen. (Vermutlich hätte er sich über moderne Biotechnologie gefreut.)
+   *] Für Aristoteles dagegen ist die Frau mit ihrer Weiblichkeitnotwendiger Bestandteil des Unfreien im Oikos, das die Voraussetzung schafft für die Freiheit seines Vorstandes in der zivilisierten Sphäre der Agora.
+   *] Die neuzeitlichen Theoretiker auf dem Weg zum Liberalismus sind ganz bei Aristoteles, wobei sie die Ungleichheit der Frau allesamt mit ihrer natürlichen Neigung und Unterordnung rechtfertigen. Nur John Stuart Mill findet den Zustand unhaltbar und fühlt sich an die Natürlichkeit erinnert, mit der auch Monarchie und Sklavengesellschaft gerechtfertigt wurden.
+   *] Streit darüber, ob die Republiken und Demokratien und liberalen Gesellschaften aus diesem Fundus nur als Zugeständnis an den Zeitgeist so sexistisch waren (dann wären sie reformierbar), oder ob die Sphäre einer Unterwerfung im Privaten notwendige Voraussetzung für das Funktionieren ihres Öffentlichen sei (dann müsste man sie ganz verabschieden).
+   *] Barbara Holland-Cunz kritisiert liberale Idee ungebundener Selbstbestimmtheit der Individuen als unrealistisch und sexistischer Theorie verhaftet. Gegenentwurf Anerkennung des Bindungs- und Abhängigkeits-Neigung im Menschen. GegenMythologie zur Autonomie: die Geburt. Die verantwortungsvolle Gemeinschaft statt die atomisierte Gesellschaft. DenkAnsatz, kein fertiger GesellschaftsPlan.
+   *] Anne Phillips analysiert konkret partizipative Demokratie, sieht Probleme, findet's aber prinzipiell gut. Für Geschlechter-differenzierende Politik als Hebel zur Gleichberechtigung, aber auszusetzen, wo diese erreicht. Sagt: Frauen sind keine InteressenGruppe. Aber Vielfalt von Gruppen muss ins System eingedacht sein. Politik des "Alle sind gleich" schärft ausgeblendete Ungleichheiten.
+   *] Beate Hoecker: Empirische Untersuchung zu Frauen in der "Politik". Ergebnis: Ihr Anteil ist dort nach den gleichen Faktoren bestimmt wie im restlichen Berufsleben. Im EU-Parlament ist der Frauen-Anteil höher als anderswo, eben weil es so unbedeutend ist; ändert sich das, wächst dort auch die Gläserne Decke.
+   *] Die Neo-Marxisten sagen: Der Staat ist das Bollwerk von Patriarchat und Kapitalismus. Andere Denkschulen (Systemtheoretiker, Neo-Institutionalisten) sehen das differenzierter. Der Staat ist ein System unter vielen, kein klar abgeschlossener oder autonomer Körper -- und lässt sich gerade auch in seinen Widersprüchen zur Emanzipation gegen andere Normen nutzen.
+   *] Der Sexismus des Staates und seiner Macht spiegelt sich subtil in diversen Annahmen darüber wieder, welchem Bürger-Interesse wie stark entgegenzukommen sei. Ein Sozialstaat beispielsweise, der nach Lohn-Arbeit seine Leistungen verteilt, begünstigt den Brotverdiener-Mann und setzt die UnbezahlteHeimArbeits-Frau in Nachteil.
+   *] Sozialstaat einsparen heißt oft: darauf setzen, dass eine bestimmte Fürsorge von der Familie, dass heißt: durch die Arbeit der Frau erfüllt wird.
+   *] Kritik der Art, in der Internationale Beziehungen gedacht werden: Staaten werden als vermännlichte autonome Subjekte betrachtet statt als komplexes Gestrüpp im Dschungel. Abstraktion sieht nur Öffentliches und ignoriert Gewalten, die die Wirklichkeit aus dem Dickicht des Privaten heraus formen. Bloß weil es tiefer liegt, ist das Private nicht unbedingt regionalistischer.
2011-06-17 17:04:34 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] [/Carole Pateman/] kritisiert die Idee des Vertrags unter Freien als Begründung v… (?):
27c27,36
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+   *] [/Carole Pateman/] kritisiert die Idee des Vertrags unter Freien als Begründung von Macht im Liberalismus. Die Freiheit der vertragsschließenden Subjekte ist eine Illusion, für die man ziemlich viel Unfreiheits-Wirklichkeit wegabstrahieren muss, z.B. die Einschließung der Frau [/unter/] das freie Subjekt oder die VerhandlungsPosition eines Arbeiters, der [/nur sich selbst/] veräußern kann.
+   *] Kritik an Pateman: Sieht die Vertrags-Lehre etwas zu monokausal als AusgangsPunkt diverser gesellschaftlicher Fragen. Glaubt die Gesellschaft bis ins Letzte patriarchal strukturiert und setzt dabei klare Identitäten von Männlein und Weiblein voraus, wo doch in der Postmoderne alles viel durcheinanderer gerät.
+   *] [/Jean Bethke Elshtain/] analysiert Krieg und bewaffneten Bürger als Fundament des Staates und die nachfolgende Einordnung der Frau als ziviles Anhängsel. Wünscht sich statt nationalistischem Männer-Heroismus aufgeklärte Bürger. Verteidigt Privatheit und Familie gegen feministische Angriffe, wünscht sich aber mehr politische Anerkennung der darin verorteten Fragen.
+   *] Kritik an Elshtain: "Verkürzt könnte man sagen, Elshtain wolle alles beim Alten belassen, nur alles verbessern." (S. 119) Redet außerdem etwas zu euphorisch von Mütterlichkeit und Fürsorglichkeit als spezifisch weiblichen Werten, mit denen die Welt zu moralisieren sei. 
+   *] [/Eva Kreisky/] analysiert das Männerbündliche in den Institutionen, in der Politik, in der Macht. Was als Männer-Klub entstanden ist und über Jahrhunderte sich als solcher immer wieder neu erfand, integriert bzw. schließt aus nach Begriffen, Sitten, Subtilitäten der Männlichkeit. So entsteht die Gläserne Wand, die Frauen draußen / unten hält.
+   *] Kritik an Kreisky: Zustands-Analyse als SchnappSchuss. Die Erfahrungen und Traditionen, nach denen sich UmgangsFormen richten, sind nicht stabil und schon eine Generation später auch anders. (Implizit: Der MännerBund ist nicht für immer und ewig LeitFigur der Gläsernen Wand. Vielleicht verlieren seine Normen an DurchschlagsKraft. Steter Tropfen ...)
+   *] [/Nancy Fraser/] kritisiert bei Habermas blinden Fleck gegenüber der Geschlechtergerechtigkeit und nennt Verortung von Fragen als "privat" bzw. "öffentlich" eine "politische Ressource". Möchte den Konflikt zwischen Gleichheit und Vielfalt durch Sozialismus und Dekonstruktion von Gruppen-Identitäten auflösen. Votiert für Aufhebung der Grenze zwischen Erwerbs- und Fürsorge-Arbeit.
+   *] Kritik an Fraser: Nette utopische Gedankenspiele.
+   *] [/Judith Butler/] dekonstruiert alles, vor allem auch Subjekt und Geschlecht, in Anlehnung an die großen Franzosen, zum Sprech-Akt, und fordert auch Politik auf der Ebene. Sie anerkennt den Drang zu Begriffen wie "Frauen" als politische Notwendigkeit im Emanzipations-Kampf, fordert aber deren Offenheit und Immer-wieder-Neuerfindung. 
+   *] Kritik an Butler: Sprechakt-Dekonstruktion macht nicht kaputt, was uns kaputt macht, sondern zersetzt eher den Feminismus. Außerdem, dass sie konkrete Probleme und Phänomene, das Physische und Biologische gerade auch, ganz in einer Ebene der Sprache auflöse.
2011-06-15 17:01:50 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Aristoteles sagt ganz offen: Das Öffentliche ist der Ort der (künstlichen, politi… (?):
19c19,25
-   *] ...
+   *] Aristoteles sagt ganz offen: Das Öffentliche ist der Ort der (künstlichen, politisch behaupteten) Gleichheit und Freiheit untereinander der Haushaltsvorstände und das Private ist der Ort der notwendigen Ungleichheit und Unfreiheit der Familie unter ihm. Spätere liberale Theoretiker akzeptieren diese Hässlichkeit als notwendig oder natürlich, ohne sie laut auszusprechen.
+   *] Die Politikwissenschaft betrachtet die Politik als öffentlichen Gegenstand und fokussiert ihr Interesse also auf das Handeln der zu Gleichen und autonomen Subjekten ernannten Männer, pflegt blinde Flecken gegenüber dem Unterbau, der den Eintritt in die Arena der bürgerlichen Öffentlichkeit regelt, und dem Politischen gerade in diesem Unterbau, seinen Ungleich- und Unfreiheiten.
+   *] Die Frau vor allem ist ganz dem Privaten zugeschrieben und in ihm zugleich untergeordnet, als ein Für-den-Mann. Gerade die liberal geforderte Blindheit des Staates gegenüber dem Privaten spricht ihr alle liberalen Rechte ab.
+   *] Theoretiker der Öffentlichkeit von Arendt bis Habermas tun so, als ließe sich eine saubere Trennlinie ziehen zwischem dem Privaten und dem Öffentlichen, blenden aus, wie sehr beides einander bestimmt, wie sehr im Privaten die Bedingungen für die Teilnahme am Öffentlichen geformt werden und wie sehr der Staat wiederum das Private strukturiert durch Privilegien und gezieltes Wegsehen.
+   *] Feministen stellen die Dichotomie in Frage, fordern Entgrenzung, ein Eintreten des Privatistischen ins Öffentliche (als eine Art moralischer Reform), oder auch das Auslöschen des Privaten durch Zerlegung der Familie und Auslagerung ihrer Aufgaben an Institutionen und Maschinen.
+   *] Das liberale Modell versucht, das Private neu zu erfinden als geschlechtsneutrale Autonomie des Individuums in einem intimen, selbstbestimmten Raum.
+   *] Die Öffentlichkeit muss neu gedacht werden gerade in Anerkennung ihres nicht-idealen, nicht sauber von ihrem Unterbau trennbaren Charakters. Es müssen Verschiedenheiten von und Einschränkungen durch Ausgangsbedingungen anerkannt werden. Fort auch von der "Schimäre des autonomen Subjekts", hin zur Solidarität von Menschen, die anerkennen, dass sie nur in Abhängigkeiten funktionieren.
2011-06-14 15:34:52 (rückgängig machen): AutoSum: [+] Buch: Ellen Krause, "Einführung in die politikwissenschaftliche Geschlechterforschung"… (?):
0a1,25
+ Buch: Ellen Krause, "Einführung in die politikwissenschaftliche Geschlechterforschung" / 2003
+ 
+ Lektüre-Notizen
+ *] [*Einführung*]:
+   *] Vorausgesetzt wird politikwissenschaftliches Grundwissen.
+ *] [*"Begriffe, Strömungen und Theorieansätze"*]:
+   *] Die alte Frauenbewegung: 19. Jahrhundert bis Hitler. Die neue: ab Nachkriegszeit. Schlüssel-Erlebnis: Kampf gegen's AbtreibungsVerbot. Ab 1977 können in der BRD Ehefrauen ein eigenes Konto eröffnen. Ab 1997 Vergewaltigung in der Ehe illegal.
+   *] Die neue Frauenbewegung spaltet sich in die Felder "Autonomie", die das System für nicht reformierbares Patriarchat halten, und das Feld "Institutionen", das daran glaubt, das System zu reformieren -- und wenn man Wissenschaft und Liberalismus nur lehrt, ihre eigenen Ansprüche ernst zu nehmen, kommt dabei schon zwangsläufig was Besseres raus.
+   *] Frauenforschung findet einen Männer-zentrierten akademischen Betrieb vor, in Personal, Forschungsgegenständen und vor allem auch Forschungsmethoden: Die Kategorien, in denen Politikwissenschaft zum Beispiel fragt, sind offenkundig nur die des Lebens des Mannes der Öffentlichkeit. Blinde Flecken gegenüber den Sphären, in denen Frauen leben, arbeiten, wirken. Reform-Bedarf.
+   *] Feministische Wissenschaft misstraut dem von Männern geprägten Forschungs-Apparat in seinem Rationalismus, seinem Positivismus, der vermeintlichen Objektivität und Neutralität seines Empirismus; denn man hat die Erfahrung gemacht, dass sich damit nur allzuleicht dasjenige ausblenden lässt, was die Repression der Frauen betrifft.
+   *] Liberaler Feminismus erkämpft Frauen Bürgerrechte, Gleichberechtigung, Quoten nach dem Gesetz. Wenig Handhabe gegen die feinen Unterschiede.
+   *] Marxistischer / sozialistischer Feminismus will Klassen- und Arbeitskampf um die Tätigkeiten und Rollen der Frauen erweitert wissen. In letzter Konsequenz sieht er Kapitalismus und Patriarchat miteinander verwoben.
+   *] "Radikaler" Feminismus kritisiert die Unterordnung der Fragen, die als privat gelten, als sexistische Macht, fordert deren mutiges Heraustreten ins Politische, als politischer Anspruch. Essentialisiert gern auch das Weibliche als spezifische Qualität, an die das repressive Männliche nun das Szepter abgeben müsse zwecks besserer Welt; Ökofeminismus.
+   *] Ab den 80ern wird Geschlecht selbst dekonstruiert, in seiner Entstehung und Gemachtheit untersucht. Psychoanalytische Theorien, z.B. Lacan. Bezug auf Simone de Beauvoir: Man ist als Frau nicht geboren, sondern man wird zu ihr. Infragestellung fester Zuschreibungen im Raster Mann-Frau und schließlich dieses Rasters selbst.
+   *] Postmodernismus und Poststrukturalismus werden für ihr Abstraktions-Potential weg von Naturalisierung und festen Kategorien begrüßt, gerade auch was Macht-Fragen betrifft (Foucault), angemessener Gegen-Entwurf zum männlichen Rationalismus und Hierarchie-Denken. Aber zu WischiWaschi für jene, die konkrete KampfVorlagen fordern: Unterdrückung der Frau soll oberste Frage bleiben.
+   *] Privilegien-Fraktale zerlegen die Kampf-gebotenen Gruppen-Wirs. Die weiße privilegierte Frau und das Aborigine-Mädchen unterliegen völlig unterschiedlichen Fragen. Ausspielen von Rasse, Geschlecht, Klasse gegeneinander im Repressions-Bingo.
+   *] Judith Butler und Queer Theory attackieren postmodern-poststrukturalistisch sexuelle Identitäts-Politik. Die praktische Queer-Bewegung versteht sich etwas weniger dekonstruktiv und zelebriert bestimmte Identitäts-Gruppen bereitwillig, so lange die nur auf der politisch korrekten Seite des Kampfes stehen.
+ *] [*"Das Private und das Öffentliche"*]:
+   *] ...
+ *] [*"Klassische Texte der feministischen Theoriebildung"*]:
+   *] ...
+ *] [*"Feministische und geschlechtskategoriale Ansätze in Teilbereich der Politikwissenschaft"*]:
+   *] ...
+ *] [*"Aktuelle politikwissenschaftliche Debatten"*]:
+   *] ...
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