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2014-04-17 23:31:40 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Die "Arbeitswerttheorie", auf die Marx sich stützt, konkurriert mit der "Nutzen… (?):
63c63
-     *] Die "Arbeitswerttheorie", auf die Marx sich stützt, konkurriert mit der "Nutzentheorie des Werts". Erstere kontert letztere damit, Wasser sei nützlicher als Diamant, aber billiger. Letztere kontert erstere damit, dass auch unbearbeiteter Boden TauschWert hat, und manches nur geringfügig erarbeitete KunstWerk sogar absurd großen.
+     *] Die "Arbeitswerttheorie", auf die Marx sich stützt, konkurriert mit der "Nutzentheorie des Werts". Erstere kontert letztere damit, Wasser sei nützlicher als Diamant, aber billiger ([[WasserDiamantParadox]]). Letztere kontert erstere damit, dass auch unbearbeiteter Boden TauschWert hat, und manches nur geringfügig erarbeitete KunstWerk sogar absurd großen.
2014-04-04 02:41:34 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] (Finde GegenBilder antiker Ausbeutungs-Motivation fragwürdig: als hätten antike… (?):
16c16
-     *] (Finde GegenBilder antiker Ausbeutungs-Motivation fragwürdig: als hätten antike SklavenHalter v.a. für eigenen Luxus ausgebeutet, Krieg geführt; ihr Luxus diente ihrem Ansehen und damit gesellschaftlichem überleben; es war Pflicht, FamilienSchatz zu sichern/vergrößern; Rom brauchte stets neue Sklaven und für seine Veteranen Ländereien.)
+     *] (Finde GegenBilder antiker Ausbeutungs-Motivation fragwürdig: als hätten antike SklavenHalter v.a. für eigenen Luxus ausgebeutet, Krieg geführt; ihr Luxus diente ihrem Ansehen und damit gesellschaftlichem überleben; es war Pflicht, FamilienSchatz zu sichern/vergrößern; Rom brauchte stets neue Sklaven, und für seine Veteranen Ländereien.)
22,23c22,23
-     *] Mit großer Gewalt wird Pflicht zur Arbeit in kapitalistischer Abhängigkeit durchgeprügelt: LandEnteignungen/-Vertreibungen, Verbot von Bettelei und RumTreiberei, Einsperrungen der Erwischten in ArbeitsHäuser.
-     *] Geprügelt wird in die absurd überlebensfeindlichen ArbeitsBedingungen des FrühKapitalismus. ArbeiterBewegungen entstehen als Reaktion. Aber auch Bürgertum, Kapitalisten, Staat kämpfen bald für ArbeitsBedingungenVerbesserung: totale Sofort-Zerschindung des MenschenMaterials für Krieg und Produktion erweist sich als un-nachhaltig.
+     *] Mit großer Gewalt wird Pflicht zur Arbeit in kapitalistischer Abhängigkeit durchgeprügelt: LandEnteignungen/-Vertreibungen, Verbot von Bettelei und RumTreiberei, Einsperrungen der hierbei Erwischten in ArbeitsHäuser.
+     *] Geprügelt wird in die absurd überlebensfeindlichen ArbeitsBedingungen des FrühKapitalismus. ArbeiterBewegungen entstehen als Reaktion. Aber auch Bürgertum, Kapitalisten, Staat kämpfen bald für ArbeitsBedingungenVerbesserung: Sofort-Zerschindung jeden MenschenMaterials für Krieg und Produktion erweist sich als un-nachhaltig.
31c31
-     *] In London 1864 Mitgründung und wesentlicher Einfluss auf die "Internationale Arbeiter-Assoziation" /  "International Workingmen's Association" ("Erste Internationale"). Aus der sprießen sozialdemokratische Parteien Europa-weit; Marx und Engels stehen beratend zur Seite. 1876 löst sie sich auf, teils obsoletiert, teils im Streit.
+     *] In London 1864 Mitgründung und wesentliche Beinflussung der "Internationalen Arbeiter-Assoziation" /  "International Workingmen's Association" ("Erste Internationale"). Aus der sprießen sozialdemokratische Parteien Europa-weit; Marx und Engels stehen beratend zur Seite. 1876 löst sie sich auf, teils obsoletiert, teils im Streit.
34,36c34,36
-     *] "Anti-Dühring"-Schule gerät in Arbeiterbewegung (und bis WK1 Sozialdemokratie) unter Einfluss von Karl Kautsky (und den postum über seine KampfSchriften zum Theoretiker umgemünzten Lenin) mit eigener Logik ("dialektischer Materialismus") und Eschatologie ("historischer Materialismus") zum immer flacheren "Weltanschauungs-Marxismus".
-     *] Breite Vorstellungen vom Theorie-Gebäude Marxens beziehen sich weniger auf das, was Marx geschrieben hat, als auf diesen historisch weit über ihn hinaus gewachsenen Weltanschauungs-Marxismus. Der wurde spätestens ab den 30er Jahren tatsächlich dogmatisch-quasi-religiöser Erfüllungs-Gehilfe sowjetischer StaatsPolitik.
-     *] Ab 1910ern Spaltungen in der extrem mächtigen deutschen SozialDemokratie. Lenin unterstützte bis zur KriegsKrediteBewilligung den rechten Flügel gegen Rosa Luxemburg. Ab 1920ern eine immer weniger auf Abschaffung des Kapitalismus fixierte, immer weniger marxistische SPD vs. immer weltanschauungsmarxistischere Kommunisten.
+     *] "Anti-Dühring"-Schule gerät in Arbeiterbewegung (und bis WK1 SozialDemokratie) unter Einfluss von Karl Kautsky (und den postum über seine KampfSchriften zum Theoretiker umgemünzten Lenin) mit eigener Logik ("dialektischer Materialismus") und Eschatologie ("historischer Materialismus") zum immer flacheren "Weltanschauungs-Marxismus".
+     *] Breite Vorstellungen vom Theorie-Gebäude Marxens beziehen sich weniger auf das, was Marx geschrieben hat, als auf diesen historisch weit über ihn hinaus gewachsenen Weltanschauungs-Marxismus. Der wurde spätestens ab den 1930ern tatsächlich dogmatisch-quasi-religiöser Erfüllungs-Gehilfe sowjetischer StaatsPolitik.
+     *] Ab 1910ern Spaltungen in der extrem mächtigen deutschen SozialDemokratie. Lenin unterstützte bis zur KriegsKrediteBewilligung den rechten Flügel gegen Rosa Luxemburg. Ab 1920ern eine immer weniger auf Abschaffung des Kapitalismus fixierte, immer weniger marxistische SPD vs. immer weltanschauungsMarxistischere Kommunisten.
41,42c41,42
-     *] Marx selbst dagegen beansprucht eine allgemeine Theorie des Kapitalismus, die er nur an historischen Beispielen seiner Zeit konkretisiert. Verständnis der allgemeinen Form des Kapitalismus muss für ihn seiner Geschichte vorausgehen. Nur dann wird klar, wonach man spähen muss, will man seine Vor- und Frühformen erkennen.
-     *] Zugleich sieht Marx den Kapitalismus als historische Form, die nach anderen Regeln funktioniert als frühere Wirtschaftsformen. Er steht damit gegen einen wirtschaftstheoretischen Trend, dasselbe Vokabular, die selben Ablaufschablonen gleichzeitig für den Kapitalismus und andere wirtschaftshistorische Perioden zu verwenden.
+     *] Marx selbst dagegen beansprucht eine allgemeine Theorie des Kapitalismus, die er nur an historischen Beispielen seiner Zeit konkretisiert. Verständnis der allgemeinen Form des Kapitalismus muss für ihn seiner Geschichte vorausgehen. Nur dann wird klar, wonach man spähen muss, will man seine Vor- und FrühFormen erkennen.
+     *] Zugleich sieht Marx den Kapitalismus als historische Form, die nach anderen Regeln funktioniere als frühere WirtschaftsFormen. Er steht damit gegen einen wirtschaftsTheoretischen Trend, dasselbe Vokabular, die selben AblaufSchablonen gleichzeitig für den Kapitalismus und andere wirtschaftsHistorische Perioden zu verwenden.
44,46c44,46
-     *] Marx übernimmt auf den ersten Blick das theoretische Gerüst der "klassischen" Wirtschaftstheoretiker Adam Smith und David Ricardo; insbesondre die Verbindung von Wert einer Ware und in sie investierter ArbeitsZeit. Lange galt, dass er nur zu anderen Schlüssen als diese käme (Einbringen von Ausbeutung und Krise in die Debatte).
-     *] Der moderne Ökonom lehnt Marx schon deshalb ab, weil er die "klassische" Wirtschaftstheorie, auf die Marx sich zu stützen scheint, insbesondre in ihrer Arbeitswertlehre für überholt hält.
-     *] Marx geht es aber (auch?) um Dekonstruktion der ideologischen Grundlagen der Wirtschaftstheorien seiner Zeit. Er sieht "Kategorien", unausgesprochene oder unhinterfragte Vorannahmen, etwa zur Neigung des Menschen, zu tauschen bzw. die Dinge der Welt als Waren zu sehen, die er explizit und so hinterfragbar machen will.
+     *] Marx übernimmt auf den ersten Blick das theoretische Gerüst der "klassischen" WirtschaftsTheoretiker Adam Smith und David Ricardo; insbesondre die Verbindung von Wert einer Ware und in sie investierter ArbeitsZeit. Lange galt, dass er nur zu anderen Schlüssen als diese käme (Einbringen von Ausbeutung und Krise in die Debatte).
+     *] Der moderne Ökonom lehnt Marx schon deshalb ab, weil er die "klassische" WirtschaftsTheorie, auf die Marx sich zu stützen scheint, insbesondre in ihrer ArbeitsWertLehre für überholt hält.
+     *] Marx geht es aber (auch?) um Dekonstruktion der ideologischen Grundlagen der WirtschaftsTheorien seiner Zeit. Er sieht "Kategorien", unausgesprochene oder unhinterfragte VorAnnahmen, etwa zur Neigung des Menschen, zu tauschen bzw. die Dinge der Welt als Waren zu sehen, die er explizit und so hinterfragbar machen will.
50,52c50,52
-     *] Beliebt (u.a. im "Parteimarxismus"): rhetorische Formel, der Diskussionsgegner sehe etwas nicht hinreichend "dialektisch". Wer so spricht, soll erklären, was er damit meint; vermutlich gerät er darüber ins Stottern. Weder die Texte von Hegel noch von Marx geben Lesern einen argumentativen Zauberstab "Dialektik" an die Hand.
-     *] Bei Engels im "Anti-Dühring" meint "dialektisch" schlicht non-lineare, sprunghafte, widersprüchlich wirkende Entwicklungen, v.a., wenn neue Quantität zu neuer Qualität führt, und "Negation der Negation": Ausgangszustand A1 wird zu B=(!A1), gefolgt von A2=(!B)=(!(!A1)), wobei A2 eine gegenüber A1 höhere Entwicklungsstufe bezeichnet.
-     *] Für Engels sortiert derartige "Dialektik" erstmal nur die Form von Vorgängen ein, sagt an sich aber wenig über diese aus (und lässt sich wohl auch kaum beliebig als Formel auf alles anwenden). Weltanschauungsmarxisten indes erklären sich einfach alles (und jeden beliebigen Widerspruch) damit, es sei Teil "dialektischer" Vorgänge.
+     *] Beliebt (u.a. im "Parteimarxismus"): rhetorische Formel, der DiskussionsGegner sehe etwas nicht hinreichend "dialektisch". Wer so spricht, soll erklären, was er damit meint; vermutlich gerät er darüber ins Stottern. Weder die Texte von Hegel noch von Marx geben Lesern einen argumentativen Zauberstab "Dialektik" an die Hand.
+     *] Bei Engels im "Anti-Dühring" meint "dialektisch" schlicht non-lineare, sprunghafte, widersprüchlich wirkende Entwicklungen, v.a., wenn neue Quantität zu neuer Qualität führt, und "Negation der Negation": Ausgangszustand A1 wird zu B=(!A1), gefolgt von A2=(!B)=(!(!A1)), wobei A2 eine gegenüber A1 höhere Entwicklungsstufe von A bildet.
+     *] Für Engels sortiert derartige "Dialektik" erstmal nur die Form von Vorgängen ein, sagt an sich aber wenig über diese aus (und lässt sich auch kaum beliebig als Formel auf alles anwenden). Weltanschauungsmarxisten indes erklären sich einfach alles (und jeden beliebigen Widerspruch) damit, es sei Teil "dialektischer" Vorgänge.
62c62
-     *] Für den Stino-Marxisten sind diese paar in den ersten sieben Seiten des "Kapital" skizzierten Punkte bereits alles, was man über die Marx'sche Werttheorie wissen muss. Dabei lässt sich bis hier noch keine nennenswerte Differenz zu Marx' Ökonomisten-Vorgängern erkennen.
+     *] Für den Stino-Marxisten sind diese paar in den ersten sieben Seiten des "Kapital" skizzierten Punkte bereits alles, was man über die Marx'sche WertTheorie wissen muss. Dabei lässt sich bis hier noch keine nennenswerte Differenz zu Marx' Ökonomisten-Vorgängern erkennen.
68c68
-     *] Wir können nicht anders, als rege und gierig/geizig mitzutauschen, wollen wir überleben, wo TauschWirtschaft dominiert. Zugleich stärkt dies Mitspiel deren Dominieren. Adam Smith sah Tausch-Trieb indes nicht als Gesellschafts-bestimmt, sondern als menschliche Eigenheit; verlagerte ihn so in Natur und Individuum.
+     *] Wir können nicht anders, als rege und gierig/geizig mitzutauschen, wollen wir überleben, wo TauschWirtschaft dominiert. Zugleich stärkt dies MitSpiel deren Dominanz. Adam Smith sah Tausch-Trieb indes nicht als Gesellschafts-bestimmt, sondern als menschliche Eigenheit; verlagerte ihn so in Natur und Individuum.
71c71
-     *] Der DoppelCharakter der Ware (GebrauchsWert, Wert) spiegelt sich in der Arbeit zu ihrer Erzeugung wieder. Hier gibt es die [/konkrete Arbeit/], die individuelle stoffliche Erzeugung des Guts und GebrauchsWerts, und die [/abstrakte Arbeit/]; erst diese letztere schlägt sich im Wert der Ware nieder.
+     *] Der DoppelCharakter der Ware (GebrauchsWert, Wert) spiegelt sich in der Arbeit zu ihrer Erzeugung wieder. Hier gibt es die [/konkrete Arbeit/], die individuelle stoffliche Erzeugung des Guts und GebrauchsWerts, und die [/abstrakte Arbeit/]; erst diese letztere zeigt sich im Wert der Ware.
80c80
-     *] Im Tausch ermittelt sich als Wert eben keine Eigenheit des getauschten Guts, sondern das Verhältnis der individuellen Arbeit hinter diesem Gut zur "gesellschaftlichen Gesamtarbeit". (Das Tausch-Verhältnis ist das Mittel der Wahl, um die eine Arbeit als wichtiger einzuschätzen als die andere.)
+     *] Im Tausch ermittelt sich als Wert eben keine Eigenheit des getauschten Guts, sondern das Verhältnis der individuellen Arbeit hinter diesem Gut zur "gesellschaftlichen Gesamtarbeit". (Das Tausch-Verhältnis ist das Mittel der Wahl, um die eine Arbeit als gesellschaftlich wichtiger einzuschätzen als die andere.)
2014-03-12 12:20:05 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Angebot/Nachfrage! Wird gesamtgesellschaftlich gegenüber endlicher (zahlungsf… (?):
76c76
-       *] Auch Angebot und Nachfrage bestimmen die Zählung konkreter Arbeit als abtrakter: Konkrete Arbeitszeit, die gegenüber geringer zahlungsfähiger Nachfrage überschüssige Waren erzeugt, wird ähnlich vermindert angerechnet wie solche, die gegenüber "gesellschaftlich notwendiger" unterdurchschnittlich produktiv wirkt.
+       *] Angebot/Nachfrage! Wird gesamtgesellschaftlich gegenüber endlicher (zahlungsfähiger) Nachfrage überproduziert, wurde mehr gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit in die gleiche Menge eintauschbarer Produkte (Waren) investiert als notwendig. Als hätte jeder Produzent unterdurchschnittlich produktiv gearbeitet. Mehr konkrete Arbeit übersetzt sich anteilsmäßig in weniger abstrakte Arbeit.
2014-03-12 11:43:11 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Die abstrakte Arbeit ist "Realabstraktion" von der konkreten Arbeit in dem Sinn… (?):
73c73
-     *] Die abstrakte Arbeit ist eine "Realabstraktion" von der konkreten Arbeit in dem Sinne, dass sie nicht als gedankliche Abstraktion in den Köpfen der Menschen entsteht, sondern als "real" wirkendes gesellschaftliches Verhältnis zwischen diesen (ihr Maß bestimmt, was in welchem Maß gegen was getauscht, was produziert wird usw.), ohne dass ihre Köpfe das nachvollziehen müssen.
+     *] Die abstrakte Arbeit ist "Realabstraktion" von der konkreten Arbeit in dem Sinne, dass sie nicht als gedankliche Abstraktion in den Köpfen der Menschen entsteht, sondern (ihre Köpfe brauchen die Abstraktion gar nicht nachvollziehen) als "real" wirkendes gesellschaftliches Verhältnis zwischen diesen (ihr Maß bestimmt, was in welchem Maß gegen was getauscht, was produziert wird usw.).
2014-03-12 11:41:48 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Die abstrakte Arbeit ist eine "Realabstraktion" von der konkreten Arbeit in dem… (?):
73c73
-     *] Die abstrakte Arbeit ist eine "Realabstraktion" von der konkreten Arbeit in dem Sinne, dass sie keine bloße gedankliche Vereinfachung darstellt, sondern "real" gesellschaftliche Verhältnisse beeinflusst (ihr Maß bestimmt, was in welchem Maß gegen was getauscht, was produziert wird usw.).
+     *] Die abstrakte Arbeit ist eine "Realabstraktion" von der konkreten Arbeit in dem Sinne, dass sie nicht als gedankliche Abstraktion in den Köpfen der Menschen entsteht, sondern als "real" wirkendes gesellschaftliches Verhältnis zwischen diesen (ihr Maß bestimmt, was in welchem Maß gegen was getauscht, was produziert wird usw.), ohne dass ihre Köpfe das nachvollziehen müssen.
2014-03-12 11:35:39 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Der DoppelCharakter der Ware (GebrauchsWert, Wert) spiegelt sich in der Arbeit … (?):
71,72c71,72
-     *] Der DoppelCharakter der Ware (GebrauchsWert, TauschWert) spiegelt sich in der Arbeit zu ihrer Erzeugung wieder. Hier gibt es die [/konkrete Arbeit/], die individuelle stoffliche Erzeugung des Guts und GebrauchsWerts, und die [/abstrakte Arbeit/]; erst diese letztere schlägt sich im (Tausch-)Wert der Ware nieder.
-     *] Die abstrakte Arbeit hinter einer Ware ist wie ihr TauschWert (und im Gegensatz zu konkreter Arbeit bzw. GebrauchsWert) von der selben Qualität wie die abstrakten Arbeiten bzw. TauschWerte hinter allen anderen Waren im selben TauschSystem; ist nicht fest im erzeugten Gut eingeschrieben, sondern festigt sich erst im Tausch.
+     *] Der DoppelCharakter der Ware (GebrauchsWert, Wert) spiegelt sich in der Arbeit zu ihrer Erzeugung wieder. Hier gibt es die [/konkrete Arbeit/], die individuelle stoffliche Erzeugung des Guts und GebrauchsWerts, und die [/abstrakte Arbeit/]; erst diese letztere schlägt sich im Wert der Ware nieder.
+     *] Die abstrakte Arbeit hinter einer Ware ist wie ihr Wert (und im Gegensatz zu konkreter Arbeit bzw. GebrauchsWert) von der selben Qualität wie die abstrakten Arbeiten bzw. Werte hinter allen anderen Waren im selben TauschSystem; ist nicht fest im erzeugten Gut eingeschrieben, sondern festigt sich erst im Tausch.
2014-03-12 11:31:34 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Ein weiterer Faktor ist, als wie qualifiziert die verrichtete Arbeit gilt; hi… (?):
77c77
-     *] Ein weiterer Faktor ist, als wie qualifiziert die verrichtete Arbeit gilt; hier fließen z.B. technische Expertise/Ausbildung ein, aber auch soziale Hierarchisierungen etwa derart, dass als Frauen-Arbeit geltende Tätigkeiten weniger honoriert werden denn als Männer-Arbeit geltende.
+       *] Ein weiterer Faktor ist, als wie qualifiziert die verrichtete Arbeit gilt; hier fließen z.B. technische Expertise/Ausbildung ein, aber auch soziale Hierarchisierungen etwa derart, dass als Frauen-Arbeit geltende Tätigkeiten weniger honoriert werden denn als Männer-Arbeit geltende.
2014-03-12 11:29:49 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] (Neo-)Klassische Ökonomen verorten Bestimmung des TauschWerts (sei es über Arbe… (?):
67c67
-     *] (Neo-)Klassische Ökonomen verorten Bestimmung des TauschWerts (sei es über Arbeit, sei es über Nutzen) in individuellen Entscheidungen/Einschätzungen der Tauschenden. Marx sieht eher die gesellschaftliche Natur dieser Entscheidungen. Die TauschLogik wird gesellschaftlich entschieden, der einzelne Tauscher mitgezogen.
+     *] (Neo-)Klassische Ökonomen verorten Bestimmung des TauschWerts (sei es über Arbeit, sei es über Nutzen) in individuellen Entscheidungen/Einschätzungen der Tauschenden. Marx sieht eher die gesellschaftliche Natur dieser Entscheidungen. TauschLogik (oder auch: inwieweit Arbeit hinter den Waren die TauschWerte bestimmt) wird gesellschaftlich entschieden, der einzelne Tauscher mitgezogen.
2014-03-12 11:21:38 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] (Dieses Kapitel behandelt den sehr anspruchsvollen Komplex der Marxschen WertTheo… (?):
55c55
-   *] (Dieses Kapitel behandelt den sehr anspruchsvollen Komplex der Marxschen WertTheorie, die in den Notizen hier nur oberflächlich und entlang der Heinrichschen Interpretation / Zusammenfassung dargestellt werden kann. Unter [[WertTheorie]] fasse ich mein langsam auch entlang anderer Quellen wachsendes Verständnis dieser Theorie nochmal für sich zusammen.)
+   *] (Dieses Kapitel behandelt den sehr anspruchsvollen Komplex der Marxschen WertTheorie, die in den Notizen auf dieser Seite hier nur oberflächlich und entlang der Heinrichschen Interpretation / Zusammenfassung dargestellt werden kann. Unter [[WertTheorie]] fasse ich mein langsam auch entlang anderer Quellen wachsendes Verständnis dieser Theorie nochmal für sich zusammen.)
2014-03-12 11:21:14 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] (Dieses Kapitel behandelt den sehr anspruchsvollen Komplex der Marxschen WertTheo… (?):
54a55
+   *] (Dieses Kapitel behandelt den sehr anspruchsvollen Komplex der Marxschen WertTheorie, die in den Notizen hier nur oberflächlich und entlang der Heinrichschen Interpretation / Zusammenfassung dargestellt werden kann. Unter [[WertTheorie]] fasse ich mein langsam auch entlang anderer Quellen wachsendes Verständnis dieser Theorie nochmal für sich zusammen.)
2014-03-12 10:37:18 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Solcherart haben Waren für Marx eine doppelte Form: Sie haben eine [/Naturalfor… (?):
57c57,58
-     *] Der Güter [/Werte/] zeigt sich in ihren TauschWerten / TauschVerhältnissen (wieviel Eier für wieviel Leinen usw.), die sich mit der Zeit einigermaßen stabil einpendeln, wo viel getauscht wird. Aber woraus setzt sich diese gemeinsame Qualität des [/Werts/] zusammen, in deren (wonach bestimmten?) Größen die Waren einander verrechenbar werden?
+     *] Solcherart haben Waren für Marx eine doppelte Form: Sie haben eine [/Naturalform/] (ihre stoffliche Beschaffenheit) und eine [/gesellschaftliche Form/] (die sich etwa in ihren TauschWerten niederschlägt).
+     *] Wo viel getauscht wird, stabilisieren sich der Güter TauschWerte/TauschVerhältnisse  (wieviel Eier für wieviel Leinen, wieviel Leinen für wieviele Stühle, wieviele Stühle für wieviele Eier) zueinander. In diesen Verhältnissen drücken sich der Güter [/Werte/] aus. Woraus besteht diese gemeinsame Qualität des [/Werts/], in deren (wonach bestimmten?) Größen Waren einander verrechenbar werden?
2014-03-12 10:16:26 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Der Güter [/Werte/] zeigt sich in ihren TauschWerten / TauschVerhältnissen (wie… (?):
57c57
-     *] Der Güter [/Werte/] zeigt sich in ihren TauschWerten / TauschVerhältnissen (wieviel Eier für wieviel Leinen usw.), die sich mit der Zeit einigermaßen stabil einpendeln, wo viel getauscht wird. Aber woraus setzt sich diese gemeinsame Qualität zusammen, in deren (wonach bestimmten?) Größen die Waren einander verrechenbar werden?
+     *] Der Güter [/Werte/] zeigt sich in ihren TauschWerten / TauschVerhältnissen (wieviel Eier für wieviel Leinen usw.), die sich mit der Zeit einigermaßen stabil einpendeln, wo viel getauscht wird. Aber woraus setzt sich diese gemeinsame Qualität des [/Werts/] zusammen, in deren (wonach bestimmten?) Größen die Waren einander verrechenbar werden?
2014-03-12 10:15:26 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Die meisten Güter in kapitalistischen Gesellschaften sind [/Waren/]: Güter, die… (?):
56,57c56,57
-     *] Die meisten Güter in kapitalistischen Gesellschaften sind [/Waren/]: Güter, die getauscht werden. Neben ihrem [/GebrauchsWert/] (ihrer individuellen Nutzbarkeit etwa qua ihrer stofflichen Beschaffenheit) besitzen sie einen [/TauschWert/]. Ersteren hält das Gut für sich, zweiterer existiert nur gesellschaftlich (im Tausch).
-     *] Der Güter TauschWert oder [/Wert/] zeigt sich in ihren TauschVerhältnissen (wieviel Eier für wieviel Leinen usw.), die sich mit der Zeit einigermaßen stabil einpendeln, wo viel getauscht wird. Aber woraus setzt sich diese gemeinsame Qualität zusammen, in deren (wonach bestimmten?) Größen die Waren einander verrechenbar werden?
+     *] Die meisten Güter in kapitalistischen Gesellschaften sind [/Waren/]: Güter, die getauscht werden. Neben ihrem [/GebrauchsWert/] (ihrer individuellen Nutzbarkeit etwa qua ihrer stofflichen Beschaffenheit) besitzen sie [/TauschWerte/]. Ersteren hält das Gut für sich, zweitere existieren nur gesellschaftlich (im Tausch).
+     *] Der Güter [/Werte/] zeigt sich in ihren TauschWerten / TauschVerhältnissen (wieviel Eier für wieviel Leinen usw.), die sich mit der Zeit einigermaßen stabil einpendeln, wo viel getauscht wird. Aber woraus setzt sich diese gemeinsame Qualität zusammen, in deren (wonach bestimmten?) Größen die Waren einander verrechenbar werden?
2014-03-07 11:52:45 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Lektüre "Kapital" oft als Analyse eines bestimmten historischen Kapitalismus; W… (?):
40,42c40,42
- 	*] Lektüre "Kapital" oft als Analyse eines bestimmten historischen Kapitalismus; Wirtschaftstheoretiker heute dulden es nur als Skizze zum Kapitalismus des 19. Jh.; des frühen 20. Jh. sozialdemokratische Marxisten lasen es als eine eines "Konkurrenzkapitalismus", der dem nun zu analysierenden späteren "Imperialismus" voraus-ginge.
- 	*] Marx selbst dagegen beansprucht eine allgemeine Theorie des Kapitalismus, die er nur an historischen Beispielen seiner Zeit konkretisiert. Verständnis der allgemeinen Form des Kapitalismus muss für ihn seiner Geschichte vorausgehen. Nur dann wird klar, wonach man spähen muss, will man seine Vor- und Frühformen erkennen.
- 	*] Zugleich sieht Marx den Kapitalismus als historische Form, die nach anderen Regeln funktioniert als frühere Wirtschaftsformen. Er steht damit gegen einen wirtschaftstheoretischen Trend, dasselbe Vokabular, die selben Ablaufschablonen gleichzeitig für den Kapitalismus und andere wirtschaftshistorische Perioden zu verwenden.
+     *] Lektüre "Kapital" oft als Analyse eines bestimmten historischen Kapitalismus; Wirtschaftstheoretiker heute dulden es nur als Skizze zum Kapitalismus des 19. Jh.; des frühen 20. Jh. sozialdemokratische Marxisten lasen es als eine eines "Konkurrenzkapitalismus", der dem nun zu analysierenden späteren "Imperialismus" voraus-ginge.
+     *] Marx selbst dagegen beansprucht eine allgemeine Theorie des Kapitalismus, die er nur an historischen Beispielen seiner Zeit konkretisiert. Verständnis der allgemeinen Form des Kapitalismus muss für ihn seiner Geschichte vorausgehen. Nur dann wird klar, wonach man spähen muss, will man seine Vor- und Frühformen erkennen.
+     *] Zugleich sieht Marx den Kapitalismus als historische Form, die nach anderen Regeln funktioniert als frühere Wirtschaftsformen. Er steht damit gegen einen wirtschaftstheoretischen Trend, dasselbe Vokabular, die selben Ablaufschablonen gleichzeitig für den Kapitalismus und andere wirtschaftshistorische Perioden zu verwenden.
44,46c44,46
- 	*] Marx übernimmt auf den ersten Blick das theoretische Gerüst der "klassischen" Wirtschaftstheoretiker Adam Smith und David Ricardo; insbesondre die Verbindung von Wert einer Ware und in sie investierter ArbeitsZeit. Lange galt, dass er nur zu anderen Schlüssen als diese käme (Einbringen von Ausbeutung und Krise in die Debatte).
- 	*] Der moderne Ökonom lehnt Marx schon deshalb ab, weil er die "klassische" Wirtschaftstheorie, auf die Marx sich zu stützen scheint, insbesondre in ihrer Arbeitswertlehre für überholt hält.
- 	*] Marx geht es aber (auch?) um Dekonstruktion der ideologischen Grundlagen der Wirtschaftstheorien seiner Zeit. Er sieht "Kategorien", unausgesprochene oder unhinterfragte Vorannahmen, etwa zur Neigung des Menschen, zu tauschen bzw. die Dinge der Welt als Waren zu sehen, die er explizit und so hinterfragbar machen will.
+     *] Marx übernimmt auf den ersten Blick das theoretische Gerüst der "klassischen" Wirtschaftstheoretiker Adam Smith und David Ricardo; insbesondre die Verbindung von Wert einer Ware und in sie investierter ArbeitsZeit. Lange galt, dass er nur zu anderen Schlüssen als diese käme (Einbringen von Ausbeutung und Krise in die Debatte).
+     *] Der moderne Ökonom lehnt Marx schon deshalb ab, weil er die "klassische" Wirtschaftstheorie, auf die Marx sich zu stützen scheint, insbesondre in ihrer Arbeitswertlehre für überholt hält.
+     *] Marx geht es aber (auch?) um Dekonstruktion der ideologischen Grundlagen der Wirtschaftstheorien seiner Zeit. Er sieht "Kategorien", unausgesprochene oder unhinterfragte Vorannahmen, etwa zur Neigung des Menschen, zu tauschen bzw. die Dinge der Welt als Waren zu sehen, die er explizit und so hinterfragbar machen will.
50,53c50,53
- 	*] Beliebt (u.a. im "Parteimarxismus"): rhetorische Formel, der Diskussionsgegner sehe etwas nicht hinreichend "dialektisch". Wer so spricht, soll erklären, was er damit meint; vermutlich gerät er darüber ins Stottern. Weder die Texte von Hegel noch von Marx geben Lesern einen argumentativen Zauberstab "Dialektik" an die Hand.
- 	*] Bei Engels im "Anti-Dühring" meint "dialektisch" schlicht non-lineare, sprunghafte, widersprüchlich wirkende Entwicklungen, v.a., wenn neue Quantität zu neuer Qualität führt, und "Negation der Negation": Ausgangszustand A1 wird zu B=(!A1), gefolgt von A2=(!B)=(!(!A1)), wobei A2 eine gegenüber A1 höhere Entwicklungsstufe bezeichnet.
- 	*] Für Engels sortiert derartige "Dialektik" erstmal nur die Form von Vorgängen ein, sagt an sich aber wenig über diese aus (und lässt sich wohl auch kaum beliebig als Formel auf alles anwenden). Weltanschauungsmarxisten indes erklären sich einfach alles (und jeden beliebigen Widerspruch) damit, es sei Teil "dialektischer" Vorgänge.
- 	*] Marx spricht gelegentlich über eine Hegel-inspirierte "dialektische Methode", die er im "Kapital" anwende. Darüber sei vorerst nur gesagt, dass er die analysierten "Kategorien" "dialektisch darstellt", was meint: Sie werden so erläutert, dass die jeweils nächste ihre Notwendigkeit aus den zuvor erläuterten begründet.
+     *] Beliebt (u.a. im "Parteimarxismus"): rhetorische Formel, der Diskussionsgegner sehe etwas nicht hinreichend "dialektisch". Wer so spricht, soll erklären, was er damit meint; vermutlich gerät er darüber ins Stottern. Weder die Texte von Hegel noch von Marx geben Lesern einen argumentativen Zauberstab "Dialektik" an die Hand.
+     *] Bei Engels im "Anti-Dühring" meint "dialektisch" schlicht non-lineare, sprunghafte, widersprüchlich wirkende Entwicklungen, v.a., wenn neue Quantität zu neuer Qualität führt, und "Negation der Negation": Ausgangszustand A1 wird zu B=(!A1), gefolgt von A2=(!B)=(!(!A1)), wobei A2 eine gegenüber A1 höhere Entwicklungsstufe bezeichnet.
+     *] Für Engels sortiert derartige "Dialektik" erstmal nur die Form von Vorgängen ein, sagt an sich aber wenig über diese aus (und lässt sich wohl auch kaum beliebig als Formel auf alles anwenden). Weltanschauungsmarxisten indes erklären sich einfach alles (und jeden beliebigen Widerspruch) damit, es sei Teil "dialektischer" Vorgänge.
+     *] Marx spricht gelegentlich über eine Hegel-inspirierte "dialektische Methode", die er im "Kapital" anwende. Darüber sei vorerst nur gesagt, dass er die analysierten "Kategorien" "dialektisch darstellt", was meint: Sie werden so erläutert, dass die jeweils nächste ihre Notwendigkeit aus den zuvor erläuterten begründet.
59c59
- 	*] Die Durchschnittsproduktivität, an der die Arbeiter sich dann messen, ist die "gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit" zur Erzeugung einer Ware. Die variiert nicht nur mit dem Durchschnitts-Können der Arbeiter, sondern z.B. auch mit sich wandelnden technischen Möglichkeiten und verfügbaren Natur-Ressourcen.
+     *] Die Durchschnittsproduktivität, an der die Arbeiter sich dann messen, ist die "gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit" zur Erzeugung einer Ware. Die variiert nicht nur mit dem Durchschnitts-Können der Arbeiter, sondern z.B. auch mit sich wandelnden technischen Möglichkeiten und verfügbaren Natur-Ressourcen.
62c62
- 	*] Auch Dienstleistungen taugen als Waren. Sie unterscheiden sich von den Marxschen Beispielen veräußerter toter Objekte nur dadurch, dass bei ihnen Produktion durch den Arbeiter und Konsum durch den Käufer gleichzeitig stattfinden.
+     *] Auch Dienstleistungen taugen als Waren. Sie unterscheiden sich von den Marxschen Beispielen veräußerter toter Objekte nur dadurch, dass bei ihnen Produktion durch den Arbeiter und Konsum durch den Käufer gleichzeitig stattfinden.
75c75
- 	  *] Ein weiterer Faktor ist, als wie qualifiziert die verrichtete Arbeit gilt; hier fließen z.B. technische Expertise/Ausbildung ein, aber auch soziale Hierarchisierungen etwa derart, dass als Frauen-Arbeit geltende Tätigkeiten weniger honoriert werden denn als Männer-Arbeit geltende.
+     *] Ein weiterer Faktor ist, als wie qualifiziert die verrichtete Arbeit gilt; hier fließen z.B. technische Expertise/Ausbildung ein, aber auch soziale Hierarchisierungen etwa derart, dass als Frauen-Arbeit geltende Tätigkeiten weniger honoriert werden denn als Männer-Arbeit geltende.
77c77
- 	*] Abstrakte Arbeit gerät in der Ware zur "Wertsubstanz" oder "Wertgegenständlichkeit". Der Wert wird dem Gegenstand (von wem? dem bürgerlichen Alltags-Verstand?) zugeschrieben, als sei er ihm zu eigen. Dabei existiert er nur als Verhältnis zu anderen Waren. Diese paradoxe Gegenständlichkeit nennt Marx "gespenstisch".
+     *] Abstrakte Arbeit gerät in der Ware zur "Wertsubstanz" oder "Wertgegenständlichkeit". Der Wert wird dem Gegenstand (von wem? dem bürgerlichen Alltags-Verstand?) zugeschrieben, als sei er ihm zu eigen. Dabei existiert er nur als Verhältnis zu anderen Waren. Diese paradoxe Gegenständlichkeit nennt Marx "gespenstisch".
79c79
- 	*] Auch traditioneller Marxismus tut sich schwer, Wert als Verhältnis zu verstehen. Gängig ist die ("substanzialistische") Sichtweise, schon Produktion bzw. Arbeit schreibe den Wert fest / ins noch ungetauschte Gut ein. Die Mühe, zugleich Produktion [/und/] Tausch als das zu denken, was den Wert festlegt.
+     *] Auch traditioneller Marxismus tut sich schwer, Wert als Verhältnis zu verstehen. Gängig ist die ("substanzialistische") Sichtweise, schon Produktion bzw. Arbeit schreibe den Wert fest / ins noch ungetauschte Gut ein. Die Mühe, zugleich Produktion [/und/] Tausch als das zu denken, was den Wert festlegt.
2014-03-06 15:29:50 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Marx antwortet im Geiste der Lehren seiner Zeit mit: der "Arbeit" hinter der Wa… (?):
58c58
-     *] Marx antwortet im Geiste der Lehren seiner Zeit mit: der "Arbeit" hinter der Ware. Der Wert einzelner Waren drückt aber nicht direkt die individuellen Mühen der Arbeiter aus, die sie schufen. Arbeiten sie etwa gegenüber dem gesellschaftlichen Durchschnitt unterdurchschnittlich produktiv, schaffen sie mit mehr Mühe weniger Wert.
+     *] Marx antwortet im Geiste der Lehren seiner Zeit mit: der "Arbeit" hinter der Ware. Der Waren Wert drückt aber nicht direkt die individuellen Mühen der Arbeiter aus, die sie schufen. Arbeiten sie etwa gegenüber dem gesellschaftlichen Durchschnitt unterdurchschnittlich produktiv, schaffen sie mit mehr Mühe weniger Wert.
61c61
-     *] Die Arbeitswerttheorie, auf die Marx sich stützt, konkurriert mit der "Nutzentheorie des Werts". Erstere kontert letztere damit, Wasser sei nützlicher als Diamant, aber billiger. Letztere kontert erstere damit, dass auch unbearbeiteter Boden TauschWert hat, und manches nur geringfügig erarbeitete KunstWerk sogar absurd großen.
+     *] Die "Arbeitswerttheorie", auf die Marx sich stützt, konkurriert mit der "Nutzentheorie des Werts". Erstere kontert letztere damit, Wasser sei nützlicher als Diamant, aber billiger. Letztere kontert erstere damit, dass auch unbearbeiteter Boden TauschWert hat, und manches nur geringfügig erarbeitete KunstWerk sogar absurd großen.
65,67c65,67
-     *] (Neo-)Klassische Ökonomen verorten Bestimmung des TauschWerts (sei es über Arbeit, sei es über Nutzen) in individuellen Entscheidungen/Einschätzungen der Tauschenden. Marx sieht eher die gesellschaftliche Natur dieser Entscheidungen. Die TauschLogik wird gesellschaftlich entschieden, der einzelne Tauscher wird einfach mitgezogen.
-     *] Wir können nicht anders, als rege und gierig/geizig mitzutauschen, wollen wir überleben, wo TauschWirtschaft dominiert. Zugleich stärkt unser Mitspielen deren Dominieren. Adam Smith sah den Tausch-Trieb dagegen nicht als gesellschaftlich bestimmt, sondern als menschliche Eigenheit; verlagerte ihn so in Natur und Individuum.
-     *] So interessiert Marx auch nicht, ob der einzelne TauschWert tatsächlich sauber die einzelne Arbeit abbildet. Ihn interessiert das TauschWertSystem als das, was gesamtgesellschaftlich die Proportionen bestimmt, nach denen ArbeitsKräfte in Erzeugung dieser oder jene Güter, Befriedigung dieser oder jener Bedürfnisse investiert werden.
+     *] (Neo-)Klassische Ökonomen verorten Bestimmung des TauschWerts (sei es über Arbeit, sei es über Nutzen) in individuellen Entscheidungen/Einschätzungen der Tauschenden. Marx sieht eher die gesellschaftliche Natur dieser Entscheidungen. Die TauschLogik wird gesellschaftlich entschieden, der einzelne Tauscher mitgezogen.
+     *] Wir können nicht anders, als rege und gierig/geizig mitzutauschen, wollen wir überleben, wo TauschWirtschaft dominiert. Zugleich stärkt dies Mitspiel deren Dominieren. Adam Smith sah Tausch-Trieb indes nicht als Gesellschafts-bestimmt, sondern als menschliche Eigenheit; verlagerte ihn so in Natur und Individuum.
+     *] Marx interessiert nicht, ob der einzelne TauschWert tatsächlich sauber die einzelne Arbeit abbildet. Ihn interessiert das TauschWertSystem als das, was gesamtgesellschaftlich die Proportionen bestimmt, nach denen ArbeitsKräfte in Erzeugung dieser oder jene Güter, Befriedigung dieser oder jener Bedürfnisse investiert werden.
72,75c72,75
-     *] Eine Menge konkreter Arbeit gilt als Wert erzeugende abstrakte Arbeit nach einem dreifachen Schlüssel:
-       *] Die konkrete Arbeitszeit hinter der Ware, egal wie hoch oder niedrig, zählt als die "gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit" zu deren Erzeugung (siehe oben).
-       *] Wie stark konkrete Arbeit im Endergebnis gewürdigt wird, hängt auch von Angebot und Nachfrage ab. Arbeit, die gegenüber geringer zahlungsfähiger Nachfrage überschüssige Waren zeugt, verliert ebenso an Wert-zeugender Kraft wie unterdurchschnittlich produktive gegenüber der "gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit".
- 	  *] Manche Arbeit wird stärker gewürdigt als andere, weil sie als qualifizierter gilt; da fließen Faktoren wie z.B. technische Expertise/Ausbildung ein, aber auch soziale Hierarchien etwa derart, dass als Frauen-Arbeit geltende Tätigkeiten weniger honoriert werden als als Männer-Arbeit geltende.
+     *] Eine Menge konkreter Arbeit verwandelt sich nach einem dreifachen Schlüssel zu einer Menge Wert erzeugender abstrakter Arbeit:
+       *] Die konkrete Arbeitszeit hinter der Ware, egal wie hoch oder niedrig, zählt als die "gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit" (siehe oben) zu deren Erzeugung, d.h. der Wert der Ware steigt mit letzterer, nicht ersterer.
+       *] Auch Angebot und Nachfrage bestimmen die Zählung konkreter Arbeit als abtrakter: Konkrete Arbeitszeit, die gegenüber geringer zahlungsfähiger Nachfrage überschüssige Waren erzeugt, wird ähnlich vermindert angerechnet wie solche, die gegenüber "gesellschaftlich notwendiger" unterdurchschnittlich produktiv wirkt.
+ 	  *] Ein weiterer Faktor ist, als wie qualifiziert die verrichtete Arbeit gilt; hier fließen z.B. technische Expertise/Ausbildung ein, aber auch soziale Hierarchisierungen etwa derart, dass als Frauen-Arbeit geltende Tätigkeiten weniger honoriert werden denn als Männer-Arbeit geltende.
77c77,80
-     *] …
+ 	*] Abstrakte Arbeit gerät in der Ware zur "Wertsubstanz" oder "Wertgegenständlichkeit". Der Wert wird dem Gegenstand (von wem? dem bürgerlichen Alltags-Verstand?) zugeschrieben, als sei er ihm zu eigen. Dabei existiert er nur als Verhältnis zu anderen Waren. Diese paradoxe Gegenständlichkeit nennt Marx "gespenstisch".
+     *] Im Tausch ermittelt sich als Wert eben keine Eigenheit des getauschten Guts, sondern das Verhältnis der individuellen Arbeit hinter diesem Gut zur "gesellschaftlichen Gesamtarbeit". (Das Tausch-Verhältnis ist das Mittel der Wahl, um die eine Arbeit als wichtiger einzuschätzen als die andere.)
+ 	*] Auch traditioneller Marxismus tut sich schwer, Wert als Verhältnis zu verstehen. Gängig ist die ("substanzialistische") Sichtweise, schon Produktion bzw. Arbeit schreibe den Wert fest / ins noch ungetauschte Gut ein. Die Mühe, zugleich Produktion [/und/] Tausch als das zu denken, was den Wert festlegt.
+     *] Auch der Kapitalist kennt nicht den Wert des Produkts, das er produzieren lässt, bevor er eben das Produkt verkauft. Er kann ihn nur durch Erfahrung, Marktanalyse usw. voraus-schätzen und dabei auch mal schmerzlich daneben liegen.
2014-03-02 17:20:09 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] [*"Gebrauchswert, Tauschwert und Wert"*]: / *] Die meisten Güter in kapitalis… (?):
54a55,102
+   *] [*"Gebrauchswert, Tauschwert und Wert"*]:
+     *] Die meisten Güter in kapitalistischen Gesellschaften sind [/Waren/]: Güter, die getauscht werden. Neben ihrem [/GebrauchsWert/] (ihrer individuellen Nutzbarkeit etwa qua ihrer stofflichen Beschaffenheit) besitzen sie einen [/TauschWert/]. Ersteren hält das Gut für sich, zweiterer existiert nur gesellschaftlich (im Tausch).
+     *] Der Güter TauschWert oder [/Wert/] zeigt sich in ihren TauschVerhältnissen (wieviel Eier für wieviel Leinen usw.), die sich mit der Zeit einigermaßen stabil einpendeln, wo viel getauscht wird. Aber woraus setzt sich diese gemeinsame Qualität zusammen, in deren (wonach bestimmten?) Größen die Waren einander verrechenbar werden?
+     *] Marx antwortet im Geiste der Lehren seiner Zeit mit: der "Arbeit" hinter der Ware. Der Wert einzelner Waren drückt aber nicht direkt die individuellen Mühen der Arbeiter aus, die sie schufen. Arbeiten sie etwa gegenüber dem gesellschaftlichen Durchschnitt unterdurchschnittlich produktiv, schaffen sie mit mehr Mühe weniger Wert.
+ 	*] Die Durchschnittsproduktivität, an der die Arbeiter sich dann messen, ist die "gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit" zur Erzeugung einer Ware. Die variiert nicht nur mit dem Durchschnitts-Können der Arbeiter, sondern z.B. auch mit sich wandelnden technischen Möglichkeiten und verfügbaren Natur-Ressourcen.
+     *] Für den Stino-Marxisten sind diese paar in den ersten sieben Seiten des "Kapital" skizzierten Punkte bereits alles, was man über die Marx'sche Werttheorie wissen muss. Dabei lässt sich bis hier noch keine nennenswerte Differenz zu Marx' Ökonomisten-Vorgängern erkennen.
+     *] Die Arbeitswerttheorie, auf die Marx sich stützt, konkurriert mit der "Nutzentheorie des Werts". Erstere kontert letztere damit, Wasser sei nützlicher als Diamant, aber billiger. Letztere kontert erstere damit, dass auch unbearbeiteter Boden TauschWert hat, und manches nur geringfügig erarbeitete KunstWerk sogar absurd großen.
+ 	*] Auch Dienstleistungen taugen als Waren. Sie unterscheiden sich von den Marxschen Beispielen veräußerter toter Objekte nur dadurch, dass bei ihnen Produktion durch den Arbeiter und Konsum durch den Käufer gleichzeitig stattfinden.
+     *] Jede TauschWirtschaft praktiziert ArbeitsTeilung (denn würde jeder autark für sich alles Nötige produzieren, müsste ja niemand tauschen). Aber nicht jede ArbeitsTeilung funktioniert tauschwirtschaftlich.
+   *] [*"Ein Beweis der Arbeitswerttheorie? (Individuelles Handeln und gesellschaftliche Struktur)"*]:
+     *] (Neo-)Klassische Ökonomen verorten Bestimmung des TauschWerts (sei es über Arbeit, sei es über Nutzen) in individuellen Entscheidungen/Einschätzungen der Tauschenden. Marx sieht eher die gesellschaftliche Natur dieser Entscheidungen. Die TauschLogik wird gesellschaftlich entschieden, der einzelne Tauscher wird einfach mitgezogen.
+     *] Wir können nicht anders, als rege und gierig/geizig mitzutauschen, wollen wir überleben, wo TauschWirtschaft dominiert. Zugleich stärkt unser Mitspielen deren Dominieren. Adam Smith sah den Tausch-Trieb dagegen nicht als gesellschaftlich bestimmt, sondern als menschliche Eigenheit; verlagerte ihn so in Natur und Individuum.
+     *] So interessiert Marx auch nicht, ob der einzelne TauschWert tatsächlich sauber die einzelne Arbeit abbildet. Ihn interessiert das TauschWertSystem als das, was gesamtgesellschaftlich die Proportionen bestimmt, nach denen ArbeitsKräfte in Erzeugung dieser oder jene Güter, Befriedigung dieser oder jener Bedürfnisse investiert werden.
+   *] [*"Abstrakte Arbeit: Realabstraktion und Geltungsverhältnis"*]:
+     *] Der DoppelCharakter der Ware (GebrauchsWert, TauschWert) spiegelt sich in der Arbeit zu ihrer Erzeugung wieder. Hier gibt es die [/konkrete Arbeit/], die individuelle stoffliche Erzeugung des Guts und GebrauchsWerts, und die [/abstrakte Arbeit/]; erst diese letztere schlägt sich im (Tausch-)Wert der Ware nieder.
+     *] Die abstrakte Arbeit hinter einer Ware ist wie ihr TauschWert (und im Gegensatz zu konkreter Arbeit bzw. GebrauchsWert) von der selben Qualität wie die abstrakten Arbeiten bzw. TauschWerte hinter allen anderen Waren im selben TauschSystem; ist nicht fest im erzeugten Gut eingeschrieben, sondern festigt sich erst im Tausch.
+     *] Die abstrakte Arbeit ist eine "Realabstraktion" von der konkreten Arbeit in dem Sinne, dass sie keine bloße gedankliche Vereinfachung darstellt, sondern "real" gesellschaftliche Verhältnisse beeinflusst (ihr Maß bestimmt, was in welchem Maß gegen was getauscht, was produziert wird usw.).
+     *] Eine Menge konkreter Arbeit gilt als Wert erzeugende abstrakte Arbeit nach einem dreifachen Schlüssel:
+       *] Die konkrete Arbeitszeit hinter der Ware, egal wie hoch oder niedrig, zählt als die "gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit" zu deren Erzeugung (siehe oben).
+       *] Wie stark konkrete Arbeit im Endergebnis gewürdigt wird, hängt auch von Angebot und Nachfrage ab. Arbeit, die gegenüber geringer zahlungsfähiger Nachfrage überschüssige Waren zeugt, verliert ebenso an Wert-zeugender Kraft wie unterdurchschnittlich produktive gegenüber der "gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit".
+ 	  *] Manche Arbeit wird stärker gewürdigt als andere, weil sie als qualifizierter gilt; da fließen Faktoren wie z.B. technische Expertise/Ausbildung ein, aber auch soziale Hierarchien etwa derart, dass als Frauen-Arbeit geltende Tätigkeiten weniger honoriert werden als als Männer-Arbeit geltende.
+   *] [*"'Gespenstische Gegenständlichkeit' – Produktions- oder Zirkulationstheorie des Werts?"*]:
+     *] …
+   *] [*"Wertform und Geldform (Ökonomische Formbestimmungen)"*]:
+     *] …
+   *] [*"Geld und Austauschprozess (Handlungen der Warenbesitzer)"*]:
+     *] …
+   *] [*"Geldfunktionen, Geldware und das moderne Geldsystem"*]:
+     *] …
+   *] [*"Das 'Geheimnis' von Waren- und Geldfetisch"*]:
+     *] …
+ *] [*"Kapital, Mehrwert und Ausbeutung"*]:
+   *] …
+ *] [*"Der kapitalistische Produktionsprozess"*]:
+   *] …
+ *] [*"Die Zirkulation des Kapitals"*]:
+   *] …
+ *] [*"Profit, Durchschnittsprofit und das 'Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate'"*]:
+   *] …
+ *] [*"Zins, Kredit und 'fiktives Kapital'"*]:
+   *] …
+ *] [*"Krise"*]:
+   *] …
+ *] [*"Der Fetischismus der bürgerlichen Verhältnisse"*]:
+   *] …
+ *] [*"Staat und Kapital"*]:
+   *] …
+ *] [*"Kommunismus – Gesellschaft jenseits von Ware, Geld und Staat"*]:
2014-02-27 03:17:55 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] [*"Was ist Kapitalismus?"*]: / *] Klassen und Ausbeutung gibt es nicht nur im… (?):
11,34c11,37
-   *] Klassen und Ausbeutung gibt es nicht nur im Kapitalismus. In allen bekannten Gesellschaften gibt es herrschende und beherrschte Gruppen (Klassen), und stets lassen erstere letztere in den Unterhalt ersterer schuften (Ausbeutung). Siehe: Sklavenhaltung, Bauernknechtschaft; aber eben auch: Bourgeoisie und Proletariat.
-   *] Besonderheiten der kapitalistischen Klassengesellschaft/Ausbeutung gegenüber ihren Vorgängern:
-     *] Proletarier sind formal frei und den Kapitalisten gleich gestellt (dass ihr Hunger sie nötigt, ausbeuterische ArbeitsVerträge zu akzeptieren, wird von marktwirtschaftlich-liberaler Ideologie ebenso ausgeblendet, wie die faktische Ungleichheit qua unterschiedlicher BesitzVerhältnisse zwischen den Klassen).
-     *] Der Kapitalist beutet nicht in seinen persönlichen Unterhalt und Luxus hinein aus, sondern in die Vergrößerung des Kapitals / der Grundlage seines Profits bzw. der Ausbeutung. Aufgrund marktwirtschaftlichen KonkurrenzDrucks kann er gar nicht anders; würde er aufhören, auszubeuten, ginge er bankrott.
-   *] (Finde GegenBilder antiker Ausbeutungs-Motivation fragwürdig: als hätten antike SklavenHalter v.a. für eigenen Luxus ausgebeutet, Krieg geführt; ihr Luxus diente ihrem Ansehen und damit gesellschaftlichem überleben; es war Pflicht, FamilienSchatz zu sichern/vergrößern; Rom brauchte stets neue Sklaven und für seine Veteranen Ländereien.)
-   *] "Kapital" ist die WertMenge, die in Vergrößerung der (sie einschließenden) verfügbaren WertMenge investiert wird. Handels-Kapital dient dem Einkauf von Waren, um sie teurer zu verkaufen. Zins-Kapital wird gegen Zinsen verliehen. Für industrielles Kapital wird etwas produziert, um es teurer als die ProduktionsKosten zu verkaufen.
-   *] Kapitalisiert wird, wo es Geld- und TauschWirtschaft gibt. Vom Kapitalismus proper spricht man aber erst, wenn die Güter-Erzeugung einer Gesellschaft vom industrielle Kapitalisieren dominiert wird: Produziert wird für den VerkaufsProfit, nicht für den Bedarf.
-   *] Kapitalismus wächst im Europa der NeuZeit. Noch mittelalterliche KreuzZüge sind eher Handels- bzw. RaubKapitalisierung. HandelsKapitalisten wechseln bald vom günstigen Einkaufen ihrer VerkaufsWaren aufs günstige Produzieren; angetrieben von Kolonialisierung anderer Kontinente, ausbeutbar in BodenSchätzen und SklavenMaterial.
-   *] Ab 18. Jh. wächst kapitalistische Produktion in Europa, v.a. England. Wesentliche Grundlage: "Freisetzung" (im DoppelSinn "frei": frei, Verträge einzugehen; frei von gesicherter Versorgung) billiger Arbeiter für die Fabriken mit Abtrennung der BauernKnechte von feudalen Abhängigkeiten wie auch ländlichen VersorgungsGrundlagen.
-   *] Mit großer Gewalt wird Pflicht zur Arbeit in kapitalistischer Abhängigkeit durchgeprügelt: LandEnteignungen/-Vertreibungen, Verbot von Bettelei und RumTreiberei, Einsperrungen der Erwischten in ArbeitsHäuser.
-   *] Geprügelt wird in die absurd überlebensfeindlichen ArbeitsBedingungen des FrühKapitalismus. ArbeiterBewegungen entstehen als Reaktion. Aber auch Bürgertum, Kapitalisten, Staat kämpfen bald für ArbeitsBedingungenVerbesserung: totale Sofort-Zerschindung des MenschenMaterials für Krieg und Produktion erweist sich als un-nachhaltig.
-   *] Ab frühem 19. Jh. gibt es Kapitalismus-kritische, -reformatorische bis sozialistische Bewegungen und Theorien. Marx und Engels treten hier erst ab den späten 1840ern auf den Plan und beginnen den Diskurs fortan zu dominieren. Ab spätem 19. Jh. läuft er nicht mehr ohne Berufung auf sie.
-   *] Karl Marx entstammt liberalem rheinischen Kleinbürgertum und startet als Staats-idealisierender Radikal-Hegelianer. Für anti-preußische Zeitungs-Arbeit in den frühen 1840ern muss er sich aber vermehrt mit Wirtschaft beschäftigen. Hierbei und unter Einfluss Ludwig Feuerbachs wächst Distanz zu Hegel.
-   *] Unter Feuerbachs Einfluss menschelt Marx, schwadroniert von Eigenheiten und Besonderheiten des menschlichen Wesens und adelt sie. Er erkennt in der kapitalistischen Lohn-Arbeit etwas, das vom eigentlichen menschlichen Potential zur Selbst-Entfaltung und damit dem edlen Mensch-Sein "entfremde"; Theorie der "entfremdeten Arbeit".
-   *] Später, bereits mit Engels, löst Marx sich von der EntfremdungsTheorie. Ihn interessiert kein in Stein gehauenes menschliches EigenWesen mehr, sondern der Mensch als SpielBall gesellschaftlicher Faktoren. Bruch mit, Kritik an Feuerbach. Ob der späte Marx der EntfremdungsLehre entsagte, ist StreitPunkt zwischen diversen Marxismen.
-   *] 1848 mit Engels "Manifest der kommunistischen Partei"; hierin eher inspirierte statt theoretisch sichere revolutionäre Skizze/Analyse (u.a. später zurückgenommen: dass der Kapitalismus das Proletariat notwendig immer weiter verelende). Mit Kollaps der 1848er Revolution Flucht nach London.
-   *] Dort verbleibende Jahrzehnte Arbeit an einer wissenschaftlichen Analyse des Kapitalismus und seines bisherigen Verständnisses / "Kritik der politischen Ökonomie". Diverse Anläufe. Schließlich 1867 erster Band "Das Kapital". Band 2 und 3 nur postum mit Hilfe von Engels.
-   *] In London 1864 Mitgründung und wesentlicher Einfluss auf die "Internationale Arbeiter-Assoziation" /  "International Workingmen's Association" ("Erste Internationale"). Aus der sprießen sozialdemokratische Parteien Europa-weit; Marx und Engels stehen beratend zur Seite. 1876 löst sie sich auf, teils obsoletiert, teils im Streit.
-   *] Friedrich Engels: deutscher Fabrikanten-Sohn, bekommt bei Lehr-Reise in England Auswüchse des FrühKapitalismus zu sehen. Verfasst breiter als Marx selbst in der ArbeiterBewegung gelesene Schriften wie "Anti-Dühring" (und Kurzfassung "Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft"), die Marx-Grundzüge popularisieren.
-   *] Arbeiter-Bewegung entwickelt sich zur Identitäts-Politik und sucht nach Welt-auserklärenden einfachen sozialistischen Formeln und Dogmen. Eugen Dühring, anti-marxistischer (und rassistischer) Sozialist, bot hier ein philosophisch-politisches GesamtPaket. Der "Anti-Dühring" macht marxistisches Gegen-Angebot, wird breit angenommen.
-   *] "Anti-Dühring"-Schule gerät in Arbeiterbewegung (und bis WK1 Sozialdemokratie) unter Einfluss von Karl Kautsky (und den postum über seine KampfSchriften zum Theoretiker umgemünzten Lenin) mit eigener Logik ("dialektischer Materialismus") und Eschatologie ("historischer Materialismus") zum immer flacheren "Weltanschauungs-Marxismus".
-   *] Breite Vorstellungen vom Theorie-Gebäude Marxens beziehen sich weniger auf das, was Marx geschrieben hat, als auf diesen historisch weit über ihn hinaus gewachsenen Weltanschauungs-Marxismus. Der wurde spätestens ab den 30er Jahren tatsächlich dogmatisch-quasi-religiöser Erfüllungs-Gehilfe sowjetischer StaatsPolitik.
-   *] Ab 1910ern Spaltungen in der extrem mächtigen deutschen SozialDemokratie. Lenin unterstützte bis zur KriegsKrediteBewilligung den rechten Flügel gegen Rosa Luxemburg. Ab 1920ern eine immer weniger auf Abschaffung des Kapitalismus fixierte, immer weniger marxistische SPD vs. immer weltanschauungsmarxistischere Kommunisten.
-   *] Ab 1920ern vermehrt marxistische GegenKritik gegen WeltAnschauungsMarxismus. Theoretiker Karl Korsch, Georg Lukacs, Antonio Gramsci und die Frankfurter Schule, später auch unter StundentenBewegung und Louis Althusser; neue Marx-Rezeptionen jenseits der Dichotomie SPD-KPD. Auch hier erst spät Schwerpunkt auf ökonomischen Fragen.
+   *] [*"Was ist Kapitalismus?"*]:
+     *] Klassen und Ausbeutung gibt es nicht nur im Kapitalismus. In allen bekannten Gesellschaften gibt es herrschende und beherrschte Gruppen (Klassen), und stets lassen erstere letztere in den Unterhalt ersterer schuften (Ausbeutung). Siehe: Sklavenhaltung, Bauernknechtschaft; aber eben auch: Bourgeoisie und Proletariat.
+     *] Besonderheiten der kapitalistischen Klassengesellschaft/Ausbeutung gegenüber ihren Vorgängern:
+       *] Proletarier sind formal frei und den Kapitalisten gleich gestellt (dass ihr Hunger sie nötigt, ausbeuterische ArbeitsVerträge zu akzeptieren, wird von marktwirtschaftlich-liberaler Ideologie ebenso ausgeblendet, wie die faktische Ungleichheit qua unterschiedlicher BesitzVerhältnisse zwischen den Klassen).
+       *] Der Kapitalist beutet nicht in seinen persönlichen Unterhalt und Luxus hinein aus, sondern in die Vergrößerung des Kapitals / der Grundlage seines Profits bzw. der Ausbeutung. Aufgrund marktwirtschaftlichen KonkurrenzDrucks kann er gar nicht anders; würde er aufhören, auszubeuten, ginge er bankrott.
+     *] (Finde GegenBilder antiker Ausbeutungs-Motivation fragwürdig: als hätten antike SklavenHalter v.a. für eigenen Luxus ausgebeutet, Krieg geführt; ihr Luxus diente ihrem Ansehen und damit gesellschaftlichem überleben; es war Pflicht, FamilienSchatz zu sichern/vergrößern; Rom brauchte stets neue Sklaven und für seine Veteranen Ländereien.)
+     *] "Kapital" ist die WertMenge, die in Vergrößerung der (sie einschließenden) verfügbaren WertMenge investiert wird. Handels-Kapital dient dem Einkauf von Waren, um sie teurer zu verkaufen. Zins-Kapital wird gegen Zinsen verliehen. Für industrielles Kapital wird etwas produziert, um es teurer als die ProduktionsKosten zu verkaufen.
+     *] Kapitalisiert wird, wo es Geld- und TauschWirtschaft gibt. Vom Kapitalismus proper spricht man aber erst, wenn die Güter-Erzeugung einer Gesellschaft vom industrielle Kapitalisieren dominiert wird: Produziert wird für den VerkaufsProfit, nicht für den Bedarf.
+     *] Kapitalismus wächst im Europa der NeuZeit. Noch mittelalterliche KreuzZüge sind eher Handels- bzw. RaubKapitalisierung. HandelsKapitalisten wechseln bald vom günstigen Einkaufen ihrer VerkaufsWaren aufs günstige Produzieren; angetrieben von Kolonialisierung anderer Kontinente, ausbeutbar in BodenSchätzen und SklavenMaterial.
+   *] [*"Die Entstehung der Arbeiterbewegung"*]:
+     *] Ab 18. Jh. wächst kapitalistische Produktion in Europa, v.a. England. Wesentliche Grundlage: "Freisetzung" (im DoppelSinn "frei": frei, Verträge einzugehen; frei von gesicherter Versorgung) billiger Arbeiter für die Fabriken mit Abtrennung der BauernKnechte von feudalen Abhängigkeiten wie auch ländlichen VersorgungsGrundlagen.
+     *] Mit großer Gewalt wird Pflicht zur Arbeit in kapitalistischer Abhängigkeit durchgeprügelt: LandEnteignungen/-Vertreibungen, Verbot von Bettelei und RumTreiberei, Einsperrungen der Erwischten in ArbeitsHäuser.
+     *] Geprügelt wird in die absurd überlebensfeindlichen ArbeitsBedingungen des FrühKapitalismus. ArbeiterBewegungen entstehen als Reaktion. Aber auch Bürgertum, Kapitalisten, Staat kämpfen bald für ArbeitsBedingungenVerbesserung: totale Sofort-Zerschindung des MenschenMaterials für Krieg und Produktion erweist sich als un-nachhaltig.
+     *] Ab frühem 19. Jh. gibt es Kapitalismus-kritische, -reformatorische bis sozialistische Bewegungen und Theorien. Marx und Engels treten hier erst ab den späten 1840ern auf den Plan und beginnen den Diskurs fortan zu dominieren. Ab spätem 19. Jh. läuft er nicht mehr ohne Berufung auf sie.
+   *] [*"Marx und der 'Marxismus'"*]:
+     *] Karl Marx entstammt liberalem rheinischen Kleinbürgertum und startet als Staats-idealisierender Radikal-Hegelianer. Für anti-preußische Zeitungs-Arbeit in den frühen 1840ern muss er sich aber vermehrt mit Wirtschaft beschäftigen. Hierbei und unter Einfluss Ludwig Feuerbachs wächst Distanz zu Hegel.
+     *] Unter Feuerbachs Einfluss menschelt Marx, schwadroniert von Eigenheiten und Besonderheiten des menschlichen Wesens und adelt sie. Er erkennt in der kapitalistischen Lohn-Arbeit etwas, das vom eigentlichen menschlichen Potential zur Selbst-Entfaltung und damit dem edlen Mensch-Sein "entfremde"; Theorie der "entfremdeten Arbeit".
+     *] Später, bereits mit Engels, löst Marx sich von der EntfremdungsTheorie. Ihn interessiert kein in Stein gehauenes menschliches EigenWesen mehr, sondern der Mensch als SpielBall gesellschaftlicher Faktoren. Bruch mit, Kritik an Feuerbach. Ob der späte Marx der EntfremdungsLehre entsagte, ist StreitPunkt zwischen diversen Marxismen.
+     *] 1848 mit Engels "Manifest der kommunistischen Partei"; hierin eher inspirierte statt theoretisch sichere revolutionäre Skizze/Analyse (u.a. später zurückgenommen: dass der Kapitalismus das Proletariat notwendig immer weiter verelende). Mit Kollaps der 1848er Revolution Flucht nach London.
+     *] Dort verbleibende Jahrzehnte Arbeit an einer wissenschaftlichen Analyse des Kapitalismus und seines bisherigen Verständnisses / "Kritik der politischen Ökonomie". Diverse Anläufe. Schließlich 1867 erster Band "Das Kapital". Band 2 und 3 nur postum mit Hilfe von Engels.
+     *] In London 1864 Mitgründung und wesentlicher Einfluss auf die "Internationale Arbeiter-Assoziation" /  "International Workingmen's Association" ("Erste Internationale"). Aus der sprießen sozialdemokratische Parteien Europa-weit; Marx und Engels stehen beratend zur Seite. 1876 löst sie sich auf, teils obsoletiert, teils im Streit.
+     *] Friedrich Engels: deutscher Fabrikanten-Sohn, bekommt bei Lehr-Reise in England Auswüchse des FrühKapitalismus zu sehen. Verfasst breiter als Marx selbst in der ArbeiterBewegung gelesene Schriften wie "Anti-Dühring" (und Kurzfassung "Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft"), die Marx-Grundzüge popularisieren.
+     *] Arbeiter-Bewegung entwickelt sich zur Identitäts-Politik und sucht nach Welt-auserklärenden einfachen sozialistischen Formeln und Dogmen. Eugen Dühring, anti-marxistischer (und rassistischer) Sozialist, bot hier ein philosophisch-politisches GesamtPaket. Der "Anti-Dühring" macht marxistisches Gegen-Angebot, wird breit angenommen.
+     *] "Anti-Dühring"-Schule gerät in Arbeiterbewegung (und bis WK1 Sozialdemokratie) unter Einfluss von Karl Kautsky (und den postum über seine KampfSchriften zum Theoretiker umgemünzten Lenin) mit eigener Logik ("dialektischer Materialismus") und Eschatologie ("historischer Materialismus") zum immer flacheren "Weltanschauungs-Marxismus".
+     *] Breite Vorstellungen vom Theorie-Gebäude Marxens beziehen sich weniger auf das, was Marx geschrieben hat, als auf diesen historisch weit über ihn hinaus gewachsenen Weltanschauungs-Marxismus. Der wurde spätestens ab den 30er Jahren tatsächlich dogmatisch-quasi-religiöser Erfüllungs-Gehilfe sowjetischer StaatsPolitik.
+     *] Ab 1910ern Spaltungen in der extrem mächtigen deutschen SozialDemokratie. Lenin unterstützte bis zur KriegsKrediteBewilligung den rechten Flügel gegen Rosa Luxemburg. Ab 1920ern eine immer weniger auf Abschaffung des Kapitalismus fixierte, immer weniger marxistische SPD vs. immer weltanschauungsmarxistischere Kommunisten.
+     *] Ab 1920ern vermehrt marxistische GegenKritik gegen WeltAnschauungsMarxismus. Theoretiker Karl Korsch, Georg Lukacs, Antonio Gramsci und die Frankfurter Schule, später auch unter StundentenBewegung und Louis Althusser; neue Marx-Rezeptionen jenseits der Dichotomie SPD-KPD.
35a39,54
+   *] [*"Theorie und Geschichte"*]:
+ 	*] Lektüre "Kapital" oft als Analyse eines bestimmten historischen Kapitalismus; Wirtschaftstheoretiker heute dulden es nur als Skizze zum Kapitalismus des 19. Jh.; des frühen 20. Jh. sozialdemokratische Marxisten lasen es als eine eines "Konkurrenzkapitalismus", der dem nun zu analysierenden späteren "Imperialismus" voraus-ginge.
+ 	*] Marx selbst dagegen beansprucht eine allgemeine Theorie des Kapitalismus, die er nur an historischen Beispielen seiner Zeit konkretisiert. Verständnis der allgemeinen Form des Kapitalismus muss für ihn seiner Geschichte vorausgehen. Nur dann wird klar, wonach man spähen muss, will man seine Vor- und Frühformen erkennen.
+ 	*] Zugleich sieht Marx den Kapitalismus als historische Form, die nach anderen Regeln funktioniert als frühere Wirtschaftsformen. Er steht damit gegen einen wirtschaftstheoretischen Trend, dasselbe Vokabular, die selben Ablaufschablonen gleichzeitig für den Kapitalismus und andere wirtschaftshistorische Perioden zu verwenden.
+   *] [*"Theorie und Kritik"*]:
+ 	*] Marx übernimmt auf den ersten Blick das theoretische Gerüst der "klassischen" Wirtschaftstheoretiker Adam Smith und David Ricardo; insbesondre die Verbindung von Wert einer Ware und in sie investierter ArbeitsZeit. Lange galt, dass er nur zu anderen Schlüssen als diese käme (Einbringen von Ausbeutung und Krise in die Debatte).
+ 	*] Der moderne Ökonom lehnt Marx schon deshalb ab, weil er die "klassische" Wirtschaftstheorie, auf die Marx sich zu stützen scheint, insbesondre in ihrer Arbeitswertlehre für überholt hält.
+ 	*] Marx geht es aber (auch?) um Dekonstruktion der ideologischen Grundlagen der Wirtschaftstheorien seiner Zeit. Er sieht "Kategorien", unausgesprochene oder unhinterfragte Vorannahmen, etwa zur Neigung des Menschen, zu tauschen bzw. die Dinge der Welt als Waren zu sehen, die er explizit und so hinterfragbar machen will.
+     *] Für Marx finden sich im Denken der kapitalistischen Gesellschaft, ihren Theoretikern und der Bourgeoisie, Tendenzen, gesellschaftlich gemachte/eingeübte kapitalistische Verhältnisse/Zusammenhänge zu "naturalisieren", als natürlich zu erklären, und sie zu "verdinglichen": sie den Dingen als inhärente Eigenschaft zuzuschreiben.
+     *] Marx will das Destruktive der kapitalistischen ProduktionsWeise zeigen; wie sie [/zwangsläufig/] zum Nachteil der Arbeiter wirkt. Das ist keine moralische Anklage. Die Arbeiter sollen nur erkennen, dass ihr Wohl und das des Kapitalismus dauerhaft gegeneinander stehen; dass seine Abschaffung ihrem Interesse entspricht.
+   *] [*"Dialektik – eine marxistische Wunderwaffe?"*]:
+ 	*] Beliebt (u.a. im "Parteimarxismus"): rhetorische Formel, der Diskussionsgegner sehe etwas nicht hinreichend "dialektisch". Wer so spricht, soll erklären, was er damit meint; vermutlich gerät er darüber ins Stottern. Weder die Texte von Hegel noch von Marx geben Lesern einen argumentativen Zauberstab "Dialektik" an die Hand.
+ 	*] Bei Engels im "Anti-Dühring" meint "dialektisch" schlicht non-lineare, sprunghafte, widersprüchlich wirkende Entwicklungen, v.a., wenn neue Quantität zu neuer Qualität führt, und "Negation der Negation": Ausgangszustand A1 wird zu B=(!A1), gefolgt von A2=(!B)=(!(!A1)), wobei A2 eine gegenüber A1 höhere Entwicklungsstufe bezeichnet.
+ 	*] Für Engels sortiert derartige "Dialektik" erstmal nur die Form von Vorgängen ein, sagt an sich aber wenig über diese aus (und lässt sich wohl auch kaum beliebig als Formel auf alles anwenden). Weltanschauungsmarxisten indes erklären sich einfach alles (und jeden beliebigen Widerspruch) damit, es sei Teil "dialektischer" Vorgänge.
+ 	*] Marx spricht gelegentlich über eine Hegel-inspirierte "dialektische Methode", die er im "Kapital" anwende. Darüber sei vorerst nur gesagt, dass er die analysierten "Kategorien" "dialektisch darstellt", was meint: Sie werden so erläutert, dass die jeweils nächste ihre Notwendigkeit aus den zuvor erläuterten begründet.
+ *] [*"Wert, Arbeit, Geld"*]:
2014-02-19 06:40:12 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Ab 1910ern Spaltungen in der extrem mächtigen deutschen SozialDemokratie. Lenin u… (?):
33c33
-   *] Ab 1910ern Spaltungen in der extrem mächtigen deutschen SozialDemokratie. Lenin unterstützte hier bis zur KriegsKrediteBewilligung noch den rechten Flügel gegen Rosa Luxemburg. Ab 1920ern eine immer weniger auf Abschaffung des Kapitalismus, immer weniger marxistische SPD vs. immer weltanschauungsmarxistischere Kommunisten.
+   *] Ab 1910ern Spaltungen in der extrem mächtigen deutschen SozialDemokratie. Lenin unterstützte bis zur KriegsKrediteBewilligung den rechten Flügel gegen Rosa Luxemburg. Ab 1920ern eine immer weniger auf Abschaffung des Kapitalismus fixierte, immer weniger marxistische SPD vs. immer weltanschauungsmarxistischere Kommunisten.
2014-02-19 06:36:23 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Klassen und Ausbeutung gibt es nicht nur im Kapitalismus. In allen bekannten Gese… (?):
10a11,35
+   *] Klassen und Ausbeutung gibt es nicht nur im Kapitalismus. In allen bekannten Gesellschaften gibt es herrschende und beherrschte Gruppen (Klassen), und stets lassen erstere letztere in den Unterhalt ersterer schuften (Ausbeutung). Siehe: Sklavenhaltung, Bauernknechtschaft; aber eben auch: Bourgeoisie und Proletariat.
+   *] Besonderheiten der kapitalistischen Klassengesellschaft/Ausbeutung gegenüber ihren Vorgängern:
+     *] Proletarier sind formal frei und den Kapitalisten gleich gestellt (dass ihr Hunger sie nötigt, ausbeuterische ArbeitsVerträge zu akzeptieren, wird von marktwirtschaftlich-liberaler Ideologie ebenso ausgeblendet, wie die faktische Ungleichheit qua unterschiedlicher BesitzVerhältnisse zwischen den Klassen).
+     *] Der Kapitalist beutet nicht in seinen persönlichen Unterhalt und Luxus hinein aus, sondern in die Vergrößerung des Kapitals / der Grundlage seines Profits bzw. der Ausbeutung. Aufgrund marktwirtschaftlichen KonkurrenzDrucks kann er gar nicht anders; würde er aufhören, auszubeuten, ginge er bankrott.
+   *] (Finde GegenBilder antiker Ausbeutungs-Motivation fragwürdig: als hätten antike SklavenHalter v.a. für eigenen Luxus ausgebeutet, Krieg geführt; ihr Luxus diente ihrem Ansehen und damit gesellschaftlichem überleben; es war Pflicht, FamilienSchatz zu sichern/vergrößern; Rom brauchte stets neue Sklaven und für seine Veteranen Ländereien.)
+   *] "Kapital" ist die WertMenge, die in Vergrößerung der (sie einschließenden) verfügbaren WertMenge investiert wird. Handels-Kapital dient dem Einkauf von Waren, um sie teurer zu verkaufen. Zins-Kapital wird gegen Zinsen verliehen. Für industrielles Kapital wird etwas produziert, um es teurer als die ProduktionsKosten zu verkaufen.
+   *] Kapitalisiert wird, wo es Geld- und TauschWirtschaft gibt. Vom Kapitalismus proper spricht man aber erst, wenn die Güter-Erzeugung einer Gesellschaft vom industrielle Kapitalisieren dominiert wird: Produziert wird für den VerkaufsProfit, nicht für den Bedarf.
+   *] Kapitalismus wächst im Europa der NeuZeit. Noch mittelalterliche KreuzZüge sind eher Handels- bzw. RaubKapitalisierung. HandelsKapitalisten wechseln bald vom günstigen Einkaufen ihrer VerkaufsWaren aufs günstige Produzieren; angetrieben von Kolonialisierung anderer Kontinente, ausbeutbar in BodenSchätzen und SklavenMaterial.
+   *] Ab 18. Jh. wächst kapitalistische Produktion in Europa, v.a. England. Wesentliche Grundlage: "Freisetzung" (im DoppelSinn "frei": frei, Verträge einzugehen; frei von gesicherter Versorgung) billiger Arbeiter für die Fabriken mit Abtrennung der BauernKnechte von feudalen Abhängigkeiten wie auch ländlichen VersorgungsGrundlagen.
+   *] Mit großer Gewalt wird Pflicht zur Arbeit in kapitalistischer Abhängigkeit durchgeprügelt: LandEnteignungen/-Vertreibungen, Verbot von Bettelei und RumTreiberei, Einsperrungen der Erwischten in ArbeitsHäuser.
+   *] Geprügelt wird in die absurd überlebensfeindlichen ArbeitsBedingungen des FrühKapitalismus. ArbeiterBewegungen entstehen als Reaktion. Aber auch Bürgertum, Kapitalisten, Staat kämpfen bald für ArbeitsBedingungenVerbesserung: totale Sofort-Zerschindung des MenschenMaterials für Krieg und Produktion erweist sich als un-nachhaltig.
+   *] Ab frühem 19. Jh. gibt es Kapitalismus-kritische, -reformatorische bis sozialistische Bewegungen und Theorien. Marx und Engels treten hier erst ab den späten 1840ern auf den Plan und beginnen den Diskurs fortan zu dominieren. Ab spätem 19. Jh. läuft er nicht mehr ohne Berufung auf sie.
+   *] Karl Marx entstammt liberalem rheinischen Kleinbürgertum und startet als Staats-idealisierender Radikal-Hegelianer. Für anti-preußische Zeitungs-Arbeit in den frühen 1840ern muss er sich aber vermehrt mit Wirtschaft beschäftigen. Hierbei und unter Einfluss Ludwig Feuerbachs wächst Distanz zu Hegel.
+   *] Unter Feuerbachs Einfluss menschelt Marx, schwadroniert von Eigenheiten und Besonderheiten des menschlichen Wesens und adelt sie. Er erkennt in der kapitalistischen Lohn-Arbeit etwas, das vom eigentlichen menschlichen Potential zur Selbst-Entfaltung und damit dem edlen Mensch-Sein "entfremde"; Theorie der "entfremdeten Arbeit".
+   *] Später, bereits mit Engels, löst Marx sich von der EntfremdungsTheorie. Ihn interessiert kein in Stein gehauenes menschliches EigenWesen mehr, sondern der Mensch als SpielBall gesellschaftlicher Faktoren. Bruch mit, Kritik an Feuerbach. Ob der späte Marx der EntfremdungsLehre entsagte, ist StreitPunkt zwischen diversen Marxismen.
+   *] 1848 mit Engels "Manifest der kommunistischen Partei"; hierin eher inspirierte statt theoretisch sichere revolutionäre Skizze/Analyse (u.a. später zurückgenommen: dass der Kapitalismus das Proletariat notwendig immer weiter verelende). Mit Kollaps der 1848er Revolution Flucht nach London.
+   *] Dort verbleibende Jahrzehnte Arbeit an einer wissenschaftlichen Analyse des Kapitalismus und seines bisherigen Verständnisses / "Kritik der politischen Ökonomie". Diverse Anläufe. Schließlich 1867 erster Band "Das Kapital". Band 2 und 3 nur postum mit Hilfe von Engels.
+   *] In London 1864 Mitgründung und wesentlicher Einfluss auf die "Internationale Arbeiter-Assoziation" /  "International Workingmen's Association" ("Erste Internationale"). Aus der sprießen sozialdemokratische Parteien Europa-weit; Marx und Engels stehen beratend zur Seite. 1876 löst sie sich auf, teils obsoletiert, teils im Streit.
+   *] Friedrich Engels: deutscher Fabrikanten-Sohn, bekommt bei Lehr-Reise in England Auswüchse des FrühKapitalismus zu sehen. Verfasst breiter als Marx selbst in der ArbeiterBewegung gelesene Schriften wie "Anti-Dühring" (und Kurzfassung "Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft"), die Marx-Grundzüge popularisieren.
+   *] Arbeiter-Bewegung entwickelt sich zur Identitäts-Politik und sucht nach Welt-auserklärenden einfachen sozialistischen Formeln und Dogmen. Eugen Dühring, anti-marxistischer (und rassistischer) Sozialist, bot hier ein philosophisch-politisches GesamtPaket. Der "Anti-Dühring" macht marxistisches Gegen-Angebot, wird breit angenommen.
+   *] "Anti-Dühring"-Schule gerät in Arbeiterbewegung (und bis WK1 Sozialdemokratie) unter Einfluss von Karl Kautsky (und den postum über seine KampfSchriften zum Theoretiker umgemünzten Lenin) mit eigener Logik ("dialektischer Materialismus") und Eschatologie ("historischer Materialismus") zum immer flacheren "Weltanschauungs-Marxismus".
+   *] Breite Vorstellungen vom Theorie-Gebäude Marxens beziehen sich weniger auf das, was Marx geschrieben hat, als auf diesen historisch weit über ihn hinaus gewachsenen Weltanschauungs-Marxismus. Der wurde spätestens ab den 30er Jahren tatsächlich dogmatisch-quasi-religiöser Erfüllungs-Gehilfe sowjetischer StaatsPolitik.
+   *] Ab 1910ern Spaltungen in der extrem mächtigen deutschen SozialDemokratie. Lenin unterstützte hier bis zur KriegsKrediteBewilligung noch den rechten Flügel gegen Rosa Luxemburg. Ab 1920ern eine immer weniger auf Abschaffung des Kapitalismus, immer weniger marxistische SPD vs. immer weltanschauungsmarxistischere Kommunisten.
+   *] Ab 1920ern vermehrt marxistische GegenKritik gegen WeltAnschauungsMarxismus. Theoretiker Karl Korsch, Georg Lukacs, Antonio Gramsci und die Frankfurter Schule, später auch unter StundentenBewegung und Louis Althusser; neue Marx-Rezeptionen jenseits der Dichotomie SPD-KPD. Auch hier erst spät Schwerpunkt auf ökonomischen Fragen.
+ *] [*"Der Gegenstand der Kritik der politischen Ökonomie"*]:
2014-02-15 02:30:31 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Galt die SystemFrage mit ColdWar-Ende als gegessen, kamen ab 90ern durch sich v.a… (?):
5c5
-   *] Galt die SystemFrage mit ColdWar-Ende als gegessen, kamen ab 90ern durch sich v.a. globalisierungskritisch verstehende Bewegungen wieder Ansätze davon hervor; meist reformistischer oder schwarzweißmalerischer Natur, manchmal auch grundsätzlich kapitalismuskritisch gemeint. Vieles referenziert Marxsches Vokabular. Verständnis sowohl von Marx als auch Kapitalismus aber oft verkürzt/oberflächlich.
+   *] Galt die SystemFrage mit ColdWar-Ende als gegessen, kamen ab 90ern durch sich v.a. globalisierungskritisch verstehende Bewegungen wieder Ansätze davon hervor; meist reformistischer oder moralistischer Natur, manchmal auch grundsätzlich kapitalismuskritisch gemeint. Vieles referenziert Marxsches Vokabular. Verständnis sowohl von Marx als auch Kapitalismus aber oft verkürzt/oberflächlich.
2014-02-15 02:18:06 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] "Politische Ökonomie" war zu Marxens Zeit synonym heutiger "Wirtschaftswissenscha… (?):
7,9c7,9
-   *] "Politische Ökonomie" war zu Marxens Zeit synonym heutiger "Wirtschaftswissenschaft" bzw. "Volkswirtschaftslehre"; "Kritik der …" als Untertitel des "Kapitals" besagt: Es ging Marx nicht nur um ein Verständnis der Wirtschaftsform, sondern auch eine Kritik der bisherigen Verständnisse. Der Leser auch Heinrichs bringt mit sich vorgeübtes Verständnis der Begriffe, das es zu dekonstruieren gilt.
-   *] Heinrich verweigert ein umfassendes Binnen-I; er werde zwar mal von "Arbeitern und Arbeiterinnen" reden, aber unter patriarchalen Bedingungen sind "Kapitalistinnen" bspw. kaum Abbildung der Wirklichkeit.
-   *] Es gibt verschiedene "Marxismen" / Marx-LesArten; deren Vielfalt wird nur geringfügig angerissen werden – Heinrich bietet eine der Schule der "neuen Marx-Lektüre" angehörige Auseinandersetzung mit dem "Kapital". Noch unklar, was deren Schwerpunkt oder Differenz zum Rest; ein Schwerpunkt scheint auf der Frage des Werts zu liegen.
+   *] "Politische Ökonomie" war zu Marxens Zeit synonym heutiger "Wirtschaftswissenschaft" bzw. "Volkswirtschaftslehre"; "Kritik der …" als Untertitel des "Kapitals" besagt: Es ging Marx nicht nur um ein Verständnis der Wirtschaftsform, sondern auch eine Kritik ihrer bisherigen Verständnisse. Der Leser auch Heinrichs bringt mit sich vorgeübtes Verständnis der Begriffe, das es zu dekonstruieren gilt.
+   *] Heinrich verweigert umfassendes Binnen-I; werde zwar mal von "Arbeitern und Arbeiterinnen" reden, aber unter patriarchalen Bedingungen sei "Kapitalistinnen" kaum Abbildung der Wirklichkeit.
+   *] Es gibt verschiedene "Marxismen" / Marx-LesArten; deren Vielfalt wird nur geringfügig angerissen werden – Heinrich bietet eine der Schule der "neuen Marx-Lektüre" angehörige Auseinandersetzung mit dem "Kapital". Noch unklar, was deren Schwerpunkt oder Differenz zum Rest; evtl. zu verorten im Umgang mit Marxens Wert-Begriff.
2014-02-15 02:15:38 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Es gibt verschiedene "Marxismen" / Marx-LesArten; deren Vielfalt wird nur geringf… (?):
8a9,10
+   *] Es gibt verschiedene "Marxismen" / Marx-LesArten; deren Vielfalt wird nur geringfügig angerissen werden – Heinrich bietet eine der Schule der "neuen Marx-Lektüre" angehörige Auseinandersetzung mit dem "Kapital". Noch unklar, was deren Schwerpunkt oder Differenz zum Rest; ein Schwerpunkt scheint auf der Frage des Werts zu liegen.
+ *] [*"Kapitalismus und 'Marxismus'"*]:
2014-02-15 02:10:22 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] "Politische Ökonomie" war zu Marxens Zeit synonym heutiger "Wirtschaftswissenscha… (?):
7c7,8
-   *] "Politische Ökonomie" war zu Marxens Zeit synonym heutiger "Wirtschaftswissenschaft" bzw. "Volkswirtschaftslehre"; "Kritik der …" als Untertitel des "Kapitals" besagt: Es ging Marx nicht nur um ein Verständnis der Wirtschaftsform, sondern auch eine Kritik der bisherigen Verständnisse. Der Leser auch Heinrichs bringt mit sich vorgeübtes Verständnis der Begriffe, das es zu dekonstruieren gilt. 
+   *] "Politische Ökonomie" war zu Marxens Zeit synonym heutiger "Wirtschaftswissenschaft" bzw. "Volkswirtschaftslehre"; "Kritik der …" als Untertitel des "Kapitals" besagt: Es ging Marx nicht nur um ein Verständnis der Wirtschaftsform, sondern auch eine Kritik der bisherigen Verständnisse. Der Leser auch Heinrichs bringt mit sich vorgeübtes Verständnis der Begriffe, das es zu dekonstruieren gilt.
+   *] Heinrich verweigert ein umfassendes Binnen-I; er werde zwar mal von "Arbeitern und Arbeiterinnen" reden, aber unter patriarchalen Bedingungen sind "Kapitalistinnen" bspw. kaum Abbildung der Wirklichkeit.
2014-02-15 02:07:56 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] "Das Kapital" sollte man schon in allen drei Bänden lesen. Die werden gesamt in K… (?):
6c6
-   *] "Das Kapital" sollte man schon in allen drei Bänden lesen. Die werden gesamt in Kapitel 3-10 skizziert.
+   *] "Das Kapital" sollte man schon in allen drei Bänden lesen. Die werden gesamt in Kapitel 3-10 skizziert. Kapitel 1 und 2 versprechen eine theoretische und historische Einführung; Kapitel 11 ist der von Marx nicht mehr fertiggestellten Analyse der Rolle des Staates in Sachen Kapitalismus gewidmet; Kapitel 12 widmet sich den Marxschem Verständnis von "Sozialismus" und "Kommunismus".
2014-02-15 02:04:30 (rückgängig machen): AutoSum: [+] Buch Michael Heinrich: "Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung" / 2005. (Beh… (?):
1c1
- Buch Michael Heinrich: "Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung" / 2005.
+ Buch Michael Heinrich: "Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung" / 2005. (Behandelt "Das Kapital" von [[Karl Marx]] und teils [[Friedrich Engels]].)
5a6,7
+   *] "Das Kapital" sollte man schon in allen drei Bänden lesen. Die werden gesamt in Kapitel 3-10 skizziert.
+   *] "Politische Ökonomie" war zu Marxens Zeit synonym heutiger "Wirtschaftswissenschaft" bzw. "Volkswirtschaftslehre"; "Kritik der …" als Untertitel des "Kapitals" besagt: Es ging Marx nicht nur um ein Verständnis der Wirtschaftsform, sondern auch eine Kritik der bisherigen Verständnisse. Der Leser auch Heinrichs bringt mit sich vorgeübtes Verständnis der Begriffe, das es zu dekonstruieren gilt. 
2014-02-15 01:55:04 (rückgängig machen): AutoSum: [+] Buch Michael Heinrich: "Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung" / 2005. / /… (?):
0a1,6
+ Buch Michael Heinrich: "Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung" / 2005.
+ 
+ Lektüre-Notizen:
+ *] [*Vorwort*]:
+   *] Galt die SystemFrage mit ColdWar-Ende als gegessen, kamen ab 90ern durch sich v.a. globalisierungskritisch verstehende Bewegungen wieder Ansätze davon hervor; meist reformistischer oder schwarzweißmalerischer Natur, manchmal auch grundsätzlich kapitalismuskritisch gemeint. Vieles referenziert Marxsches Vokabular. Verständnis sowohl von Marx als auch Kapitalismus aber oft verkürzt/oberflächlich.
+   *] …
PlomWiki-Engine lizensiert unter der AGPLv3. Quellcode verfügbar auf GitHub.