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Versions-Geschichte: "GettingReal"

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2012-09-28 22:36:11 (rückgängig machen): AutoSum: [+] Buch: "Getting Real. 10 Truth Skills You Need To Live an Authentic Life" / Susan Campb… (?):
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- Buch: "Getting Real. 10 Truth Skills You Need To Live an Authentic Life" / Susan Campbell, 2001. Weitere Inkarnation der [[RadicalHonesty]]-Bewegung, nach Enttäuschung bei der [[BradBlanton]]-Bibel plomlompoms zweiter Versuch, einen gehaltvollen Text hierzu zu finden.
+ Buch: "Getting Real. 10 Truth Skills You Need To Live an Authentic Life" / Susan Campbell, 2001. Weitere Inkarnation der [[RadicalHonesty]]-Bewegung, nach Enttäuschung bei der [[BradBlanton]]-Bibel plomlompoms zweiter Versuch, einen gehaltvollen Text hierzu zu finden, schließlich war das Gebäude mal bei [[DavidBrin]] referenziert (PostPrivacy-Recherche).
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-   *] …
+   *] Transparenz fällt uns so schwer, weil wir negative Konsequenzen für uns oder Andere fürchten; meist in einem übertriebenen Maße. Also: Konfrontiere deine Ängste! Stell dir vor, was realistisch gesehen schlimmstenfalls passieren könnte usw. Psychoanalysiere deine verantwortlichen KindheitsErinnerungen, durchlebe sie kathartisch.
+   *] Selbstverständlich rührt der übertriebene Charakter vieler unserer Ängste aus der Falle, uns in den Fabulierungen des [/ego mind/] und seiner Erwartungen, Vorurteile zu verlieren; dampfe sie aufs Wirkliche, [/what is/], herunter, und schon wirkt alles weniger schlimm.
+   *] Praktische Tipps: Offenbare Gefährliches mit dem Präfix "Im Interesse der Transparenz will ich mitteilen, dass …" Verdeutliche, dass das Ziel nicht ein Angriff auf dein Gegenüber ist, sondern viel mehr die Herstellung deiner eigenen Verwundbarkeit: Ich offenbare etwas von mir, ich will es dich nur wissen lasse, fordere aber nichts.
+   *] Imaginiere deine Geheimnisse als: von Freunden als die ihren geäußert. Wie reagierst du darauf? Schreibe vier Geheimnisse auf Karten, drehe sie um und vermische sie; stelle dir nun vor, jedes dieser Geheimnisse wäre das des entsprechenden Freundes auf der RückSeite. (Vermutlich sollen sie so ihre Peinlichkeit verlieren.)
+   *] Geheimhaltung staut Dinge auf, lässt sie anwachsen, macht sie stark. Einmal ausgesprochen, verlieren geheimgehaltene Dinge oft ihre bedrückende Wirkung. Entsteht ein Klima, wo Dinge locker ausgesprochen werden, wirken sie für sich nicht so bedeutend wie Dinge, die nur als Sonderfall die Schwelle zur Äußerung überschreiten.
+   *] Transparenz fällt uns so schwer, weil unser [/ego mind/] uns einen ambitionierten Plan unseres Selbst eingibt und wir die Möglichkeit nicht ertragen, dass die Differenz zwischen unserem Sein und diesem Plan zutage tritt. Lösung: Diktiere dir weniger ein Ideal-Bild, dem du zu entsprechen hast.
+   *] So zwischenmenschlich anstrengende und riskante Dinge wie Transparenz-Momente lassen sich etwas ertragbarer / vom Eindruck her kontrollierbarer machen, wenn man sie ritualisiert – in sprachliche Formeln packt, nur zu einer regelmäßigen festen Zeit an einem besonderen Ort vollzieht usw.
+ *] [*"Noticing Your Intent"*]:
+   *] Der "control"-Modus ist so attraktiv, weil er gesichertes Wissen, gesicherte Vorhersagbarkeit verspricht und notfalls die Welt verfälscht, um dieses Versprechen einzuhalten. Tatsächlich sorgt er aber fürs Verfangen in falschen Vorstellungen und Sicherheiten – und reproduziert so immer wieder [/KontrollVerlust/].
+   *] Der "relate"-Modus dagegen ist Ergebnis-Offenheit, Bereitschaft zur Überraschung, Anerkennung von Risiken. Er gewährt Vorurteils-freieres Erkennen von Situationen und bessere Wahrheits-Näherungen – vor allem gegenüber einer wechselhaften, chaotischen, eben nicht so einfach in feste Pläne und statische Vorstellungen einpassbaren Welt.
+   *] Der "relate"-Modus fällt umso leichter in einem Umfeld, das von ihm geprägt ist, wo Spontaneität und Überraschung akzeptiert sind. Der "control"-Modus dagegen reproduziert mit Hinterhältigkeit Misstrauen. Um eine offenere Welt zu schaffen, müssen viele Menschen offener werden. Leiste deinen Beitrag!
+   *] Muster des Kontroll-Charakters: sich eine Rolle zuschreiben und sie immer wieder reproduzieren müssen; verfestigte Erwartungen an die Welt und so WahrnehmungsFilter mit sich tragen; Panik-Knöpfe / leicht von Harmlosigkeiten triggerbare Sensibilitäten; eingebrannte Gesten, Mimiken, Sprechweisen; mäkelnde innere Stimme.
+   *] Im falschen Komfort der vermeintlichen Kontrolle lernen, üben wir nicht die für die moderne Welt notwendigen Fähigkeiten des Umgangs mit Überraschungen, Unvorhersehbarkeiten. Der meditativ-offene Modus gerät sehr viel eher in den notwendigen [/flow/].  
+   *] Kommunikation des "relate"-Modus lässt sich durch bestimmte Phrasen der Entblößung eigener Gefühle setzen. Die so ausgedrückte Verwundbarkeit schafft Anknüpfungspunkte für Intimität und Vertrauen.
+ *] [*"Welcoming Feedback"*]:
+   *] Wer Feedback blockt bzw. den Eindruck vermittelt, es nicht hören zu wollen, kauft sich damit baldiges Vorenthalten für ihn eventuell kritischer Informationen ein. Wir brauchen Feedback, um unsere Lücken und Probleme zu identifizieren. Bemühe dich also, Feedback dankbar aufzunehmen.
+   *] Gibst du Leuten das Gefühl, dass sich dich kritisieren können, schafft das Vertrauen und Bindung. Sie werden offener zu dir sein.
+   *] Reagiere offen, Aufnahme-bereit; verfalle nicht ins Defensive; wenn dich Feedback leicht negativ triggert, übe, es schweigend und geduldig aufzunehmen; übe dich im "aktiven Zuhören", also: Wiederhole, was der Feedback-Geber sagt.
+ *] [*"Asserting What You Want And Don't Want"*]: 
+   *] Mache die Äußerung deiner Wünsche nicht abhängig von ihren Erfolgs-Aussichten. Wünsche sind auch ein SelbstAusdruck und kompatibel mit der Kommunikation des "relate"-Modus. Wünsche als bloßes Manipulations-Tool gehören dagegen zur Welt des "control"-Modus. Die eigenen Wünsche zu äußern, ist ein Weg, zu sich selbst zu stehen.
+   *] Gerade in intimen Beziehungen solltest du das Äußern von Wünschen, von Hass o.ä. nicht vorenthalten; sie verlangen die volle BandBreite des zwischenmenschlichen Ausdrucks, auch gelegentliche Reibung und das Überschreiten von Grenzen, um einander darin besser kennen zu lernen..
+   *] Äußere deine Wünsche direkt und präzise; nicht verpackt in Beschwerden ("wieso tust du nicht x?") oder passiv-aggressive Transfer-Aufnötigungen ("ich tue x für dich, also tust du y für mich?") oder über umständliche Umwege (x und y verlangen, obwohl man eigentlich nur z will).
+   *] Übung, das Nein-Sagen zu üben: Zwei Partner, der eine soll fortgesetzt "Nein" sagen, der andere fortgesetzt "Ja", und letzterer ersteren auf seine Seite ziehen, also dazu bringen, "Ja" zu sagen. Angeblich explodieren dabei ganz viele aufgestaute Dinge und werden Automatismen kaputt strapaziert, oder so ähnlich 
+   *] Drücke Wünsche nicht als "du solltest" aus, sondern als "ich will". (Selbstverantwortungs-Dings!)
+   *] Autorin gesteht zaghaft selbst ein, dass ihre Formeln fürs diplomatisch-authentische (Paradoxon) Phrasieren für diese und andere behauptete Tugenden zuweilen ins Roboterhafte-Absurde abdriften können.
+ *] [*"Taking Back Your Projections"*]:
+   *] Vieles von unserem VerUrteilen und SchuldZuweisen gegenüber Anderen rührt aus Projektion unserer eigenen, oft unbewussten Probleme. Was du Anderen vorwirfst oder was sie dir vorwerfen sagt oft etwas über dich/sie aus.
+   *] SchuldZuweisung / VerUrteilung sind Spiele des [/ego mind/] und vernebeln oft die wirklichen Zusammenhänge, die für alle Seiten produktivsten LösungsWege. Man verfängt sich in diesen Erzählungen und entzieht sich der Verantwortung, selbst die Probleme zu lösen, die man hat, für die man die Anderen verantwortlich macht.
+   *] Werden deine Knöpfe gedrückt, fühlst du dich in deinen Empfindlichkeiten provoziert, nutze das als Chance der Selbst-Erkundung, der Aufdeckung und Erforschung und InfrageStellung der dir eingepflanzten Kontroll-Strukturen.
+   *] Sehr viel übers Ownership der eigenen Gefühle. Für die eigenen Gefühle ist jeder selbst verantwortlich.
+ *] [*"Revising An Earlier Statement"*]:
+   *] Leben, Erkenntnis, Meinungen sind fluide. Dass sie sich ändern, ist an sich nichts, wofür man sich schämen muss. So kommt die Notwendigkeit, eine frühere Position zu revidieren, ganz natürlich. Und der Drang, sich zu entschuldigen: Sobald wir ernsthaft mit Menschen interagieren, ecken wir zwangsläufig an, verletzen, enttäuschen.
+   *] Bei der Gelegenheit lohnt es sich auch, anzubringen, [/warum/] man zu einem früheren Zeitpunkt vielleicht sich anders äußerte als man es nachträglich für richtig hielt, oder warum man gar log; und [/wie/was/] man im NachHinein darüber dachte, bis hin zu dem Schritt, sich nun mit einer Revision zu melden.
+   *] Im Allgemeinen wird das Reue-volle Zugeben einer Lüge aus eigenem Antrieb heraus von den Belogenen anerkennend / wohlmeinend aufgenommen, kann die gegenseitige Beziehung verbessern.
+ *] [*"Holding Differences"*]:
+   *] Die Welt ist zu komplex, als dass allein deine oder meine Wahrheit richtig sein könnte. Aber im Kontroll-Bedürfnis neigen wir dazu, eine Wahrheit absolut zu setzen, entweder diktatorisch die eigene, oder, auch nicht besser, unterwürfig die der Anderen. Mystiker und Dialektiker wissen es natürlich besser.
+   *] Wer es schafft, die eigene und die andere Meinung gleichzeitig im Kopf zu halten, gelangt zu größerer Offenheit und Geduld, muss nicht gleich rechthaberisch oder unterwürfig reagieren, kann schauen, ob sich nach ein bisschen NachDenken oder AbWarten nicht eine synthetische Lösung herausschält. Akzeptiere Andersheit der Anderen.
+   *] Auch hier wird als Methode wieder das "aktive Zuhören" empfohlen. Wiederhole in einem StreitGespräch die Position deines Gegenübers und lasse dir dein korrektes Verständnis derselben von diesem bestätigen; so ein stetes Hin und Her, an dessen Ende natürlich automatisch die Katharsis und die Versöhnung folgen.
+ *] [*"Sharing Mixed Emotions"*]:
+   *] Außerdem zerren ja oft viele Gefühle und Faktoren an uns in der Empfindung oder Bewertung einer Frage. Auch hier sollten wir sorgsam präzise uns ausdrücken: nämlich die ganze Diversität unserer Gefühle, nicht nur das dominierende oder opportune.
+   *] Tatsächlich könnte das Bekenntnis zum GemischtSein der Emotionen manche Entblößung auch erleichtern: Drücke die mit der Entblößung verbundene Angst oder Sorge, z.B. eine Beziehung zu beeinnträchtigen, einfach mit aus; kann nur verdeutlichen, dass es dir eher um Transparenz/Offenheit geht statt um Druck-Erzeugung/Manipulation.
+   *] Verwende als BindeWort zwischen zwei verschiedenen/gegensätzlichen Äußerungen bzw. ausgedrückten Emotionen nicht das Wörtchen "aber", sondern das Wörtchen "und". "Aber" [/interpretiert/], rechnet Differenz auf / cancelt sie aus, dient der Rückführung auf [/eine/] Wahrheit; "und" anerkennt Diversität, das enEinander von Verschiedenem.
+ *] [*"Embracing The Silence Of Not Knowing"*]:
+   *] Wir vermeiden die Stille oder die RedePause aus Angst vor dem Unberechenbaren, was eintreten könnte; jedenfalls so lange wir im "control"-Modus handeln. Die Stille suchen und damit das Unerwartete, ist dagegen ein Pfad in den "relate"-Modus; in die Offenheit und das meditative Im-Jetzt-Sein, das Sich-Öffnen fürs [/what is/].
+   *] Assoziierte Übungen: das Wörter-Fasten – verbringe einen Ausflug mit einer intimen Beziehung ganz ohne jeden verbalen Austausch; die wortlose Party – lade Freunde ein zu einer Party, die ohne verbalen Austausch stattfindet; gemeinsames freies Assoziieren: tausche mit Person spontane aufblubbernde Gedanken aus; Meditation.
+   *] RedePausen geben den Anderen Raum, sich auszudrücken, Feedback zu geben, [/ihre/] Gefühle zu äußern; sie drücken eine Öffnung aus. Wer ohne Pause redet, blockt Anderer Relation mit sich ab, fürchtet sich vor Sabotage seines [/Plans/], kann vielleicht keine Vielheit von Perspektiven/Meinungen vertragen.
+ *] [*"Serenity, Presence, and Compassion"*]:
+   *] [/Serenity/]: der Selbst-Kern, der dem [/mind ego/] vorgelagert ist, also vor den ganzen Rationalisierungen, Persönlichkeits-Einübungen, Sorgen, Meinungen; die innere Ruhe, die bleibt, wenn man alles Vergängliche/Wechelhafte abzieht. Besinne dich hierauf als eigentliches Selbst und man kann dir nichts wegnehmen.
+   *] [/Presence/]: die Offenheit für die Welt und ihre Zufälle, LebensStröme, Spontaneitäten; erfahre hierdurch deine Vitalität, tanke Leben auf.
+   *] [/Compassion/]: die Verbundenheit mit den Anderen.
+   *] Und natürlich bietet das Programm [/Getting Real/] einen glänzenden Pfad zu alledem. Das AbschlussKapitel hält sich mit einer langen Liste all der Lebens-verändernden positiven Effekte auf, die man erfahre, wenn man sich dem Programm verschreibe und …
+ *] [*Anhänge*]:
+   *] … die dazugehörigen Gruppen und Seminare besuche und das psychologische KartenSpiel bei der Autorin bestelle.
2012-09-28 08:40:20 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Lerne, Fakten und unmittelbare Eindrücke und Gefühle zu unterscheiden von ihren I… (?):
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+   *] Lerne, Fakten und unmittelbare Eindrücke und Gefühle zu unterscheiden von ihren Interpretationen, Einbindungen in Pläne und Erwartungen, Bewertungen. Umarme erstere und sei gegenüber letzteren skeptisch. Erstere sind der meditativ-buddhistische Seins-Flow, letztere das Selbst-entfremdende [/ego mind/], das uns gern Sorgen bereitet.
+   *] Das [/ego mind/] erfüllt wertvolle SelbstSchutz-Funktionen, bewahrt uns vor vielerlei Gefahren; ist aber unter den Bedingungen des modernen ZusammenLebens auch über-produktiv, schafft mehr Sorgen als nötig und erstickt so das Selbst. Lerne, das Interpretieren/Bewerten/Sorgen als bloßes Instrument statt als Diktator/Selbst einzusetzen.
+   *] Leid bereiten uns oft eher Interpretationen unseres [/ego mind/] als die eigentlichen Fakten. Aber wir neigen trotzdem dorthin, denn das Einrichten im [/ego mind/] und seinen Erwartungen kommt unseren Kontroll-Bedürfnissen entgegen. Lieber vorhersagbar leiden und sich Vorurteile bestätigen, statt ins Unvorhersagbare stürzen.
+   *] Unsere "[/buttons/] drücken" / unsere Sensibilitäten treffen heißt oft: In sich relativ harmlose Vorkommnisse werden uns zu Dämonen, weil sie in unseren eingefahrenen Erwartungs-/Interpretations-Mustern dämonische Bedeutung reproduzieren; aus unseren ThesenMustern über-interpretieren wir sie zu etwas, das uns empfindlich treffen muss.
+   *] Viel Gerede von verdrängten Kindheits-Erinnerungen, die uns die schädlichen Ego-Muster eingaben, auf die wir uns nur durchs authentische Lauschen auf unsere un-interpretierten (ich rieche ein Paradox) zurück besinnen müssen, die erst heilen müssten.
+   *] Übung: Konversiere mit anderen Menschen in Differenzierung dessen, was du wahrnimmst ("ich nehme wahr") und dem, was du dir in Folge vorstellst ("ich nehme an", "ich stelle mir vor"). Und natürlich auch mit dir selbst.
+ *] [*"Being Transparent"*]:
2012-09-27 08:35:08 (rückgängig machen): AutoSum: [+] Buch: "Getting Real. 10 Truth Skills You Need To Live an Authentic Life" / Susan Campb… (?):
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+ Buch: "Getting Real. 10 Truth Skills You Need To Live an Authentic Life" / Susan Campbell, 2001. Weitere Inkarnation der [[RadicalHonesty]]-Bewegung, nach Enttäuschung bei der [[BradBlanton]]-Bibel plomlompoms zweiter Versuch, einen gehaltvollen Text hierzu zu finden.
+ 
+ Lektüre-Notizen:
+ *] [*Vorwort von Brad Blanton*]:
+   *] Brrr. Ich lese das Buch ja nur, um zu sehen, ob hinter "[[Radical Honesty]]" noch mehr steht als die ziemlich unerträgliche Schreibe von Brad Blanton. Im Vorwort erinnert er mich nochmal daran, was ich daran doof fand: den assoziierten buddhistischen Mystizismus, authentizistisches Grunzen im TonFall, die gepflegte Anti-Intellektualität.
+ *] [*Einführung*]:
+   *] Autorin erlernt als Kind fünf Laster: den Glauben, für Ausdruck von Wünschen 1) bestraft zu werden 2) Andere damit nicht belasten zu dürfen; dass 3) umso intensiveres Begehr umso unwahrscheinlicher befriedigt werde; dass 4) sich eigener Schmerz im AbUrteilen Anderer lindern lasse; dass 5) man gegenüber Wütenden besser den Mund halte. 
+   *] Ehrlichkeit mit sich selbst und Anderen ist der Pfad, diese Laster zu überwinden. "[F]reedom's just another word for nothing left to hide." Am liebeswertesten bist du im Zustand deiner größten Transparenz.
+   *] Ein Übel ist die Konzentration darauf, wie die Dinge sein sollten, statt darauf, wie sie sind. Dieses Übel blockiert EigenVerantwortung und das zur Freiheit notwendige Anerkennen des Ist-Zustands; ich mache mein WohlBefinden und mein Handeln von äußeren Umständen abhängig, die sich erst ändern müssten.
+   *] Ein paar ins Esoterische driftende Phrasen und Referenzen. Von C.G. Jung zu Wilhelm Reich zum Buddhismus. Viel über die Meditation und das Sein im Hier und Jetzt. Und Möglichkeiten, Geld auszugeben: für die GettingReal-KartenSpiele, und für GettingReal-Seminare, direkt bei der Autorin zu buchen.
+ *] [*"How To Stop Being Right And Start Being Real"*]:
+   *] UnEhrlichkeit rührt aus einem Bedürfnis nach Kontrolle der Situation: Ich weiß nicht, was geschieht, wenn ich jetzt die Wahrheit sage; aber ich weiß, was geschieht, wenn ich jetzt diese oder jene Lüge äußere. Oder ich glaube zumindest, es zu wissen. Die Kontrollierbarkeit von Situationen qua Lüge ist oft eine Illusion.
+   *] Dem Modus "controlling" wird der Modus "relating" entgegen gesetzt: offen zu sein für unerwarteten Input, sich die Vielfalt und Neuheit der Welt aufschließen indem man selbst dieser gegenüber offen ist, also Raum schafft für Unerwartetes, Ungeplantes; offen zu sein für Feedback, für die Zustände der Anderen statt nur des eigenen Plans.
+   *] Wer aus Angst vor dem KontrollVerlust sich an KontrollVersprechen verkauft, greift damit meist ins Unglück, denn die Welt ist nunmal schwer zu kontrollieren. Er ist im KrisenFall schlechter vorbereitet als derjenige, der geübt hat, Neues zu akzeptieren und darauf zu improvisieren, seine Pläne zu ändern usw.
+   *] Kurz-Übersicht der kommenden Kapitel. Zehn davon werden zehn Techniken / Schwerpunkte der GettingReal-Strategie vorstellen. Klingt auf den ersten Blick alles größtenteils pragmatisch und nicht allzu esoterisch. Mal schauen.
+ *] [*"Experiencing [/What Is/]"*]:
+   *] …
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