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VerzichtAlkoholKoffein

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MonatsProjekt: Im 2012-01 versucht @plomlompom, auf den Konsum von Alkohol und Koffein zu verzichten.

Durchführung

Die Nische für explizite Alkohol-Verzichter scheint größer als die Nische für explizite Koffein-Verzichter. Ein totaler Alkohol-Verzicht scheint machbar; ein totaler Koffein-Verzicht nicht so leicht, denn sogar in Schokolade und Kakao sind Koffein drin. Im Falle des Koffeins begnügt sich @plomlompom vorerst damit, seinen Koffein-Konsum auf geringe Mengen Schokolade bzw. Kakao bzw. die darin enthaltenen niedrigen Koffein-Anteile (meide bittere Schokolade: hoher Koffein-Anteil!) zurück zu schrauben; in der Praxis bedeutet es vor allem einen Verzicht auf Cola und Club Mate (Kaffee trank @plomlompom eh nie).

Erfahrungen

@plomlompom entsagt mit dem Alkohol-Verzicht in erster Linie dem Kater und den Stimmungsschwankungen, die bei ihm mit Alkohol-Konsum oft einher gehen; er konsumiert aber auch sonst oft lange keinen Alkohol, es ist also keine anstrengende Übung. Er stellt fest, dass der Verzicht auf Alkohol seine soziale Lässigkeit eher fördert statt behindert.

Der Verzicht auf Koffein ist interessanter. @plomlompom fühlt sich jedenfalls nicht müder; wohl eher ausgeschlafener, insoweit er notgedrungen jetzt öfter zum Mittel des "einfach kurz schlafen legen" greift, als auf Koffein auszuweichen. Bei den Meditations-Übungen droht er jetzt nicht mehr, einzuschlafen, wie er es in den Vor-Monaten oft tat; selbst dann nicht, wenn sein vorhergehender Nacht-Schlaf nur extrem kurz war.

Der Verzicht auf Alkohol und Koffein bringt ein paar soziale Komplikationen mit sich, in Bezug auf Institutionen des gemeinsamen Trinkens. Tatsächlich ist es aber einfacher, hier "Nein" zu sagen, wenn man auf ein Prinzip verweisen kann ("Ich habe Alkohol-freien Januar"), statt es mit der aktuellen Situation oder einem weichen Ressentiment ("Eigentlich trinke ich nicht so gerne Alkohol" -- öffnet das EinfallsTor für "Und uneigentlich?" bzw. "Ach komm, nur dieses eine Glas!") zu begründen. Den Verzicht auf Koffein auszuweiten, erhöht den Umfang der Komplikation insoweit, als Cola oder Mate oft den Alkohol-Ausweich-Standard bilden; jenseits dessen bleibt dann oft nur noch Wasser übrig, wofür man dann schon sehr als Asket angeschaut wird. Andererseits wird Koffein nicht so sehr für seine Funktion als Sozial-Droge geschätzt wie Alkohol, insofern ist es auch kein so großer sozialer Affront, sich aus einem gemeinsamen Koffein-Konsum zurückziehen.

Wichtig: Das Nicht-Trinken von Alkohol- bzw. Koffein-haltigen Getränken muss durch das Trinken Alkohol- bzw. Koffein-freier Getränke aufgefangen werden. Ich verbrachte eine Party ganz ohne Trinken und wunderte mich dann, warum ich am nächsten Tag Kater-ähnliche Gefühle hatte -- vermutete Ursache: Dehydrierung.

Neben-Komplikation: Indem ich Getränken wie Cola oder Mate entsage, entsage ich auch gleich noch einem meiner Haupt-Zucker-Lieferanten. Nun lässt sich sicher Einiges für eine Verringerung des Zucker-Konsums sagen, aber er ist zumindest nicht Teil des Monats-Plans gewesen; als nächste Alternative griff @plomlompom verstärkt zur Fanta, und ansonsten zu ApfelSaft.

Nachtrag: @bascht fragt nach KoffeinEntzugsErscheinungen. Tatsächlich fühlte ich mich die ersten Tage des NeuJahrs matt und erschöpft -- das ist allerdings jedes Jahr so, und in dem Fall sind bei mir Erscheinungen eines radikaleren Koffein-Entzugs wahrscheinlich kaum zu trennen von dem sanfteren Koffein-Entzug nach fünf Tagen Hacker-/Silvester-und-damit-ClubMate-Party, wie ich sie nach jedem Chaos Communication Congress erlebe. Insofern vielleicht der ideale EinstiegsPunkt für eine solche Askese: Man fühlt sich so oder so beschissen.

Fortsetzung

Insgesamt ziehe ich ein positives Fazit des Alkohol-und-Koffein-freien Januars. Ich werde das Projekt mindestens für den nachfolgenden Februar fortsetzen.

Kommentare

#0

Interessante Beobachtung (ich trinke keinen Alkohol, wohl aber Kaffee und kann dazu sagen, dass ersteres immer noch und immer wieder Nachfragen provoziert).

Till /
#1

Wurde auf der Party geraucht? Meiner Erfahrung nach kommt der Kater eher davon, als vom Alkohol.
Im Büro ist die erstaunte Frage „wie, kein Kaffee? Und wie wirst Du dann wach?“ aber auch normal. Die Leute haben dann immer Spaß, wenn ich erzähle, dass ich morgens kalt dusche, meine Meridiane abklopfe und zum Bus renne.

#2

Ja, am Rauchen könnte es auch gelegen haben.

#3

Das von gingerglue erwähnte Kaltduschen praktiziere ich jetzt seit rund 10 Monaten und habe inzwischen begonnen, in meinem Umfeld beinahe missionarisch davon zu erzählen.
(Muss allerdings zugeben, dass ich eher Wechselduschen mache: erst möglichst kurz warm, mit Duschgel, Haare waschen etc. und dann so lange ich es aushalte eiskalt -- beginnend bei den Beinen, dann Arme, dann auch Körüper und Kopf.)
Wäre vielleicht auch mal ein Monatsprojekt für @plomlompom, oder?

kaktus /
#4

kaktus: Wäre ein MonatsProjekt, würde ich es nicht eh schon eine ganze Weile täglich praktizieren, so wie du es beschreibst: warm anfangen, kalt enden.

#5

Also ich habe von ca. 2 Monaten wieder mit einer Tasse Kaffee am Morgen angefangen - nach 10 Jahren. Bei der Bundeswehr hab ich mir den Geschmack darauf "verdorben" (nach der Grundausbildung hat man sich damit über den Tag gebracht...).
Meine Erfahrung ist das ich als Angestellter (keine Mittagsschlafmöglichkeit) so besser durch den Tag komme und noch abends noch fit bin (hab da auch so eine Doku im 3. gesehen, die 2-3 Tassen Kaffee als unproblematisch einstuft).

#6

Kaffee hab ich ja noch nie getrunken. Schmeckt mir nicht.

#7

Zum Alkohol. Und was zum Nachdenken darüber.
1. Finger weg. Für immer.
2. Welchen Sinn macht eine Gemeinschafts-Veranstaltung wenn Alkohol benutzt wird? Die empathischen Fähigkeiten künstlich mit Botenstoffen überschwemmen und die Denkfähigkeit auf ein Minimum reduzieren ist Spaß?
3. Wenn es dient die Unsicherheit abzuschütteln,. woher kommt die Unsicherheit im Umgang mit anderen?
4. Ist Post-Privacy nicht auch ein Weg diese Verkrampfungen zu überwinden?

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