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ObjektMinus

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Anordnung

MonatsProjekt für 2012-07: Jeden Tag die Zahl der Objekte in meinem Besitz um mindestens eins reduzieren.

Das kann geschehen übers WegWerfen in Haus-externe Tonnen, übers Verschenken, übers Vernichten-durch-Feuer (naja, theoretisch; in der Praxis ist wohl das WegWerfen-als-Müll einfacher und ungefährlicher), über Verzehr. Auch das WegWerfen in die Wohnungs-eigene MüllTüte zählt, selbst wenn die nicht am gleichen Tag entsorgt wird.

Wichtig: Die Zahl der Objekte in meiner Wohnung steigt durch Dinge, die ich neu hinein bringe. Dieser Zuwachs an Besitz muss am selben Tag durch Entfernung einer ebenso große Anzahl an Objekten ausgeglichen werden. Um auf -1 Objekte zu kommen, muss ich also jeden Tag ein Objekt entfernen plus soviele Objekte wie neu hinzukamen.

Ich bin mir bewusst, dass das Quantifizieren von Besitz Probleme aufwerfen kann: Zählen ein verbrauchtes Stück Zellstoff oder eine Büroklammer genausoviel wie ein Fernseher oder eine RegalZeile? Ich werde sehen, welche Probleme sich dadurch ergeben, und nach und nach Regeln dafür aufstellen. Hier ein Anfang: Was explizit zählt oder nicht:

Protokoll

Fazit

Tja also, ich bin einigermaßen zufrieden. Die Wohnung sieht zwar nicht wesentlich leerer aus als zuvor – der Großteil der entfernten Objekte waren VerbrauchsObjekte, die sowieso durchgereicht werden, und die Menge der sonstigen Objekte nimmt sich in Anbetracht der GesamtMenge meiner Gegenstände wie ein Tropfen auf den heißen Stein aus. Aber: Die Zahl der Objekte in meiner Wohnung hat sich zumindest nicht vermehrt, und steter Tropfen höhlt den Stein. Also: Das Projekt macht, wenn, dann in Langfristigkeit Sinn, weshalb ich es weiterführen werde.

Ein zwei Probleme gab es aber. Erstens kam ich an manchen Tagen einfach nicht zur ObjektMinus-Inventur; ich habe gelegentlich mehrere Tage zu einem Block zusammen gefasst. Aber ist das überhaupt ein Problem? Zuende gedacht könnte ich auch einfach den ganzen Monat zu enem Block zusammenfassen, der dann halt eine Bilanz von minus 31 Objekten verlangen würde. Ich bin noch am Grübeln, wie das bewerten.

Zweitens hatte ich manchmal die Tages-Minus-Bilanz schon erfüllt – und hob deshalb wegwerfbare Objekte für den NachfolgeTag auf. Das führte dazu, dass ich zuweilen bewusst kurzzeitige Vermüllung in Kauf nahm. Mal schaun, was ich mir dafür einfallen lasse.

Kommentare

#0

»MüllTüten zählen nicht als ObjektMinus«: Sofern du deine MüllTüten nicht einzeln kaufst, gilt hier die Regel darüber (vermutlich ist dann die Verpackung der MüllTüten das ObjektMinus zum ObjektPlus des MüllTütenKaufs).

Darf ich eine Unterscheidung zwischen VerbrauchsObjekt und GebrauchsObjekt vorschlagen? Die Forderung wäre dann sowohl bei VerbrauchsObjekt und GebrauchsObjekt gefordert. Bei der Döner-Verpackung, ToilettenPapier oder dem ApfelSaftTrinkHalmPäckchen verwundert es wenig, dass es kurz nach dem es ObjektPlus zum ObjektMinus wird. Beim Besen ist es bemerkenswerter wenn er zum ObjektMinus wird.

Die Zahl deiner GebrauchsObjekte um mindestens 31 zu reduzieren ist vermutlich interessanter als das selbe bei den VerbrauchsObjekten zu versuchen. (Dass auch die Unterscheidung Verbrauchs- und GebrauchsObjekt an Dingen wie einer Büroklammer unscharf wird ist klar.)

Christian /
#1

Die MüllTüten außen vor zu lassen, das verringert die Zahl der Objekte, die ich billig als ObjektMinus zählen kann. Steigert also die Herausforderung.

Naja, VerbrauchsObjekte verbrauchen sich und laufen deshalb rasch auf Null in der Gleichung hinaus; wichtig ist nur, dass sie beim Eingang in gleicher Quantität gezählt werden wie beim Ausgang. So lange in meinem KühlSchrank noch diverse Objekte von vor MonatsBeginn stehen, sind VerbrauchsObjekte natürlich erstmal ein billiges ObjektMinus.

Langfristig allerdings, sobald jedes VerbrauchsObjekt als neues ObjektPlus registriert ist, verhilft ihr Verbrauch maximal dazu, am jeweiligen Tag auf Null zu kommen; da ich allerdings jeden Tag unterm Strich ein ObjektMinus schaffen soll, müssen mit der Zeit auch immer mehr GebrauchsObjekte[*] eliminiert werden.

Entweder, ich verbrauche alle VerbrauchsObjekte am Tag ihres Einkaufs; dann muss ich trotzdem jeden Tag noch ein GebrauchsObjekt eliminieren. Oder ich verbrauche einige / alle VerbrauchsObjekte erst später; dann muss ich dafür am Einkaufs-Tag umso mehr GebrauchsObjekte zum Ausgleich eliminieren.

Unterm Strich und langfristig bringt diese GebrauchsObjekte/VerbrauchsObjekte-Differenzierung also IMHO nichts.

[*] Finde den Begriff problematisch, aber übernehme ihn für diesen Kommentar, um in deinem System zu bleiben. Problematisch, weil: Ich habe vielleicht auch nutzlose Gegenstände in meiner Wohnung, die ich nicht "gebrauche"; und die los zu werden, wäre natürlich ein guter Auftrag für dieses MonatsProjekt.

#2

Langfristig ist die Unterscheidung quatsch, es handelt sich doch um ein MonatsProjekt. (Bisher hättest du nach meiner Differenzierung erst ein GebrauchsObjektMinus.) Der Begriff "GebrauchsObjekt" entstand aus der Hilflosigkeit, alles außer VerbrauchsObjekten zu benennen. Nutzlose Dinge sind damit mit gemeint, die Benennung bleibt problematisch.

Christian /
#3

Naja, erstens, wer weiß, vielleicht wird es ja mehr als nur ein MonatsProjekt. Zweitens, ich find das ja gerade spannend, ob es diesen Übergang gibt vom LosWerden der Verbrauchs- zu den GebrauchsGegenständen, wie sich das über vier Wochen hin entwickelt.

Aus der Erfahrung mit den letzten MonatsProjekten ziehe ich auch, dass es besser ist, klein und einfach anzufangen, statt sich gleich zu übernehmen. Steter Tropfen höhlt den Stein, Ziel ist es, langfristig nützliche VerhaltensWeisen zu entdecken, usw. usf.

#4

Ich würde dich ausrauben, wenn du magst.

#5

@Fotogafiona: Wenn du mich jeden Tag um exakt einen Gegenstand erleichterst, können wir drüber reden!

#6

Ich hab keine Zeit für deine perfiden Spielchen! Hab grad Ferien, muss Bier trinken. Ich komme vorbei und erleichtere dich um ein paar Bücher, wenn's genehm ist.

#7

Wieviele von diesen Projekten schaffst Du eigentlich ohne an der damit verbundenen Bürokratie zu ersticken?

Benni /
#8

Benni: Das sind ja alles nur VorStudien für Formalisierbarkeit-Automatisierbarkeit.

#9

Das spannendste an diesem Beitrag sind ja v.a. die Ernährungsgewohnheiten von plom.

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