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Dies ist das Wiki-Duplikat eines Facebook-Postings.

tl;dr:
Ich habe mich nun entschieden und werde mein Facebook-Konto in einer Woche ausschalten. Wer Bedarf nach mir hat, findet und erreicht mich nach wie vor andernorts im Web; im ärgsten Fall per E-Mail.

Ausführlicher:

Vorgestern schrieb ich ja, dass ich aus diversen Gründen erwäge, mein Facebook-Konto auszuschalten, und bat um eure Meinungen: http://www.plomlompom.de/PlomWiki/plomwiki.php?title=FacebookAus

Als Anworten gab's ebenso viele Ermutigungen, den Facebook-Ausstieg durchzuziehen, wie Alternativ-Vorschläge zur Lösung meiner Probleme mit Facebook bzw. Darlegungen, warum ein Facebook-Ausstieg problematisch sein könnte. Gegen einen Ausstieg lässt sich anbringen:

Das mit der API-Bastelei stimmt vermutlich, ich habe es mir nicht im Detail angesehen. Dem steht mein Unwille entgegen, Arbeit in Facebook zu investieren -- diesen Dienst, den ich eh kaum nutze. Ich müsste Änderungen der API im Auge behalten. Außerdem (ohne mir die API im Detail angeschaut zu haben) traue ich Facebook nicht, was das Gewähren unbehinderter Filtersouveränität für seine Nutzer betrifft. Hacks um Facebooks Angebote herum zu bauen, nur damit sie mir halbwegs das liefern, was ich gerne hätte -- da investiere ich meine Kräfte lieber anderswo.

Interessanten Menschen die Interaktion mit mir zu erschweren -- klingt bedauerlich. Facebook nahm aber schon immer einen nur kleinen Teil meines digitalen Soziallebens ein. Was die Leute hier in ihre Timelines schreiben, habe ich mir nur sehr selten angeschaut, und noch seltener kommentiert; wenn ich einen Web2.0-SocialGraph breit rezipiere, dann höchstens den von Twitter. Chatten tu ich fast nur im IRC, für mich das technisch immer noch befriedigendste Chat-Medium; den Facebook-Chat fand ich dagegen immer sehr krude und ging ihm soweit als möglich aus dem Weg.

Auch als E-Mail-Ersatz habe ich Facebook bei einer nur kleinen Liste von Menschen benutzt, meist weil ich zu faul war, ihre Mail-Adresse herauszusuchen bzw. bei Gelegenheit in einem ordentlichen Adressbuch zu speichern; ein kommender Mehr-Aufwand, den einzugehen ich durchaus bereit bin. Am Ehesten kann ich mir kommende Mangel-Erscheinungen bei Party-Einladungen vorstellen; bald wird mir vielleicht die eine oder andere entgehen. Aber auch da wurde bisher das meiste Interessante immer auch über andere meiner Kommunikations-Kanäle gedoppelt.

Die politische Reichweite der Facebook-internen Kanäle habe ich persönlich so gut wie nie genutzt. Schreibe ich zufällig irgendwo was Verbreitenswertes, werden Andere es auch hier aus Eigenantrieb verbreiten; für mehr als einen Twitter-ReTweet oder das Verfassen schlimmstenfalls obskurer Manifeste war ich in Sachen digitale Kampagnen-Arbeit immer schon zu faul. Auch in Facebook-internen Diskussionsforen habe ich mich nie rumgetrieben; all die Gruppen, zu denen man mich ungefragt hinzufügte, nehme ich größtenteils als nur mühsam abbestellbaren E-Mail-Spam wahr.

Fazit meiner 5 Jahre Facebook-Mitgliedschaft: ein bisschen Ärger (siehe letztes Posting), ein bisschen Nutzen. Der Ärger lässt sich mit dem Konto ausschalten; der Nutzen größtenteils über andere Dienste duplizieren. Rein technisch bietet mir Facebook nichts, was es nicht anderswo transparenter, freier, ungebundener, dezentraler gibt -- alles Punkte, die mir sehr wichtig sind. Das Einzige, was Facebook hier oft voraus hat: ein Monopol auf Nutzer-Masse und Netzwerk-Effekte. Monopole aber mag ich nicht -- und erst recht nicht, sie zu stärken, indem ich mich ihnen beuge.

Ich belasse mein Konto noch knapp 7 Tage aktiv, um in Ruhe meine Kontakt-Listen nach relevanten Kontakt-Daten zu durchstöbern und Konversationspartner auf meine anderen Netz-Präsenzen zu verweisen. Als erster Anlauf-Punkt für Leute, die sehen wollen was ich so treibe, mich kontaktieren wollen o.ä. lohnen sich meine persönliche Website http://www.plomlompom.de/ und mit c.heller@plomlompom.de meine E-Mail-Adresse. Da findet man auch Näheres zu meinen Rumtreibereien auf Twitter/identi.ca, im IRC usw.

(Auch diesen Eintrag dupliziere ich wieder in meinem Wiki -- http://www.plomlompom.de/PlomWiki/plomwiki.php?title=FacebookEnde -- und schlage etwaigen Kommentatoren vor, dort zu kommentieren, denn hier in Facebook ist er ja bald mit dem Rest meines Profils futsch.)

Kommentare

#0

Ich denke immer, dass ich tierisch was verpasse, wenn ich mich nicht auf Facebook rumtreibe, aber Twitter bietet mir eigentlich alles, was ich brauche bzgl. Extrovertiertheitsdrang und Informationsversorgung, und das private Remgemurkse auf Facebook ist eh nicht so mein Ding.

Weil es hier passt: Habe mal einen Vortrag gehalten "Facebook ist doof" http://bit.ly/fbistdoof

Tobias

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