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Versions-Geschichte: "DerWertDesPrivaten"

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2011-06-13 19:57:43 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Bei den Amerikanern wird ein Begriff dezisionaler Privatheit hoch geschätzt und b… (?):
9c9
-   *] Bei den Amerikanern wird die dezisionale Privatheit hoch geschätzt und begründet zum Beispiel das Abtreibungsrecht. Die informationelle Privatheit dagegen muss sich der Redefreiheit unterwerfen. In Deutschland/EU umgekehrt. Hier legt man großen Wert aufs Persönlichkeitsrecht.
+   *] Bei den Amerikanern wird ein Begriff dezisionaler Privatheit hoch geschätzt und begründet zum Beispiel das Abtreibungsrecht. Die informationelle Privatheit dagegen muss sich der Redefreiheit unterwerfen. In Deutschland/EU umgekehrt. Hier legt man großen Wert aufs Persönlichkeitsrecht.
2011-06-13 19:55:21 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Autonomie ist daher für Rössler eng verwandt mit Authentizität: der Übereinstimmu… (?):
19c19
-   *] Autonomie ist daher für Rössler eng verwandt mit Authentizität: der Übereinstimmung mit einem persönlichen Eigentlichen, einem Sich-Unterwerfen dem was aus dem Eigenen/Selbst kommt (auch wenn das im Dialog mit Anderen entsteht). Sie gesteht zu, es könnte problematisch sein, vom Persönlichkeits-Kern auszugehen. Aber von der Denkweise ablassen mag sie nicht.
+   *] Autonomie ist daher für Rössler eng verwandt mit Authentizität: der Übereinstimmung mit einem persönlichen Eigentlichen, einem Sich-Unterwerfen dem was aus dem Eigenen/Selbst kommt (auch wenn das SelbstBild im Dialog mit Anderen entsteht). Sie gesteht zu, es könnte problematisch sein, vom Persönlichkeits-Kern auszugehen. Aber von der Denkweise ablassen mag sie nicht.
2011-06-13 19:53:51 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Autonomie ist daher für Rössler eng verwandt mit Authentizität: der Übereinstimmu… (?):
19c19
-   *] Autonomie ist daher für Rössler eng verwandt mit Authentizität: der Übereinstimmung mit einem persönlichen Eigentlichen, einem Sich-Unterwerfen dem was aus dem Eigenen/Inneren kommt. Sie gesteht zu, es könnte problematisch sein, vom Persönlichkeits-Kern auszugehen. Aber von der Denkweise ablassen mag sie nicht.
+   *] Autonomie ist daher für Rössler eng verwandt mit Authentizität: der Übereinstimmung mit einem persönlichen Eigentlichen, einem Sich-Unterwerfen dem was aus dem Eigenen/Selbst kommt (auch wenn das im Dialog mit Anderen entsteht). Sie gesteht zu, es könnte problematisch sein, vom Persönlichkeits-Kern auszugehen. Aber von der Denkweise ablassen mag sie nicht.
2011-06-13 19:51:03 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Rössler lobt diese Analyse, soweit sie nicht zu postmodern-dekonstruktiv gerät, f… (?):
14c14
-   *] Rössler lobt diese Analyse, soweit sie nicht zu postmdern-dekonstruktiv gerät, findet den letzten Schritt aber zu harsch. Sexistisch sei das Private, soweit liberale Klassiker naturalisierend-traditionalistisch Familienkörper und Geschlechterrollen annehmen, nicht aber die eigentliche Idee, Individuen rechtlich-konventionalisiert Räume der Selbstbestimmung zuzuerkennen.
+   *] Rössler lobt diese Analyse, soweit sie nicht zu postmodern-dekonstruktiv gerät, findet den letzten Schritt aber zu harsch. Sexistisch sei das Private, soweit liberale Klassiker naturalisierend-traditionalistisch Familienkörper und Geschlechterrollen annehmen, nicht aber die eigentliche Idee, Individuen rechtlich-konventionalisiert Räume der Selbstbestimmung zuzuerkennen.
2011-06-13 19:46:19 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Rössler teilt die Arendt-Sennett-Angst vor der Vergiftung der Öffentlichkeit durc… (?):
47c47,51
-   *] ...
+   *] Rössler teilt die Arendt-Sennett-Angst vor der Vergiftung der Öffentlichkeit durch Eintritt intimer Fragen [/nicht/]. Lewinsky ist ein fairer Preis, wenn dafür repressive Strukturen etwa im GeschlechterVerhältnis thematisiert werden können, statt sie zur PrivatSache zu erklären. Die Grenze privat-öffentlich muss eh immer wieder neu verhandelt werden -- und zwar öffentlich.
+   *] Für den Einzelnen mag es einen Verlust von Autonomie bedeuten, im Großen und Ganzen sieht sie aber keine Bedrohung der Institution Privatheit durch öffentliches Handyfonieren oder FamilienStreit-TalkShows. Hier wird Privates im öffentlichen Raum [/als Privates/] inszeniert, sodass die prinzipielle Differenzierung zwischen privaten und öffentlichen Sachen erhalten bleibt.
+   *] Dass das Private politisch sei, damit habe die Frauenbewegung nicht darauf gezielt, die individuelle Intimität und Autonomie, also den Einzelfall, abzuschaffen; sondern darauf, Phänomene des Privaten [/als Klasse/] anzugreifen. Es ging um den Angriff auf Strukturen, nicht um den Angriff auf das Individuum und seine Freiheit.
+   *] Nicht nur wird der Einzelne in seiner Privatsphäre vor der Öffentlichkeit geschützt, auch wird die Öffentlichkeit -- und der Einzelne in ihr -- vor der Privatsphäre geschützt, indem deren niedrige und chaotischen Triebe aus dem Diskurs rausgehalten werden. Das ist Zivilisiertheit. Schutz des Allgemeinen vor dem Partikularen.
+   *] Statt einer privat-öffentlichen Identitäts-Logik, die den einen Bereich zum Wahren oder Hohen und den anderen zum Falschen oder Niedrigen erklärt, plädiert Rössler für eine privat-öffentliche Identitäts-Logik, in der gerade die Spannung zwischen den beiden Bereichen dasjenige ist, über das ich mich erfinde, das mir eine Autonomie gibt.
2011-06-13 14:39:48 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Die lokale Privatheit bezeichnet nicht nur den Raum des Rückzugs, der die ander… (?):
40c40,45
-     *] ...
+     *] Die lokale Privatheit bezeichnet nicht nur den Raum des Rückzugs, der die anderen Richtungen der Privatheit praktisch erleichtert, sondern auch einen Raum der symbolischen Selbsterfindung durch Accessoires, Innen-Einrichtung. Gedächtnis und Persönlichkeit, physisch gestaltet.
+     *] Der eigene RückzugsRaum erlaubt eine Ich-Reflektion und Ich-Erfindung im ungestörten AlleinSein, ein Proben und Spielen mit Identitäten vor deren Festlegung im Blick der Anderen, die mir die Freiheit in der Erzeugung von Identität nehmen; man muss ihnen mit bereits Fertigem begegnen.
+     *] Winston Smith (Orwell) als KronZeuge des eigenen RückzugsRaums als Bedingung für Autonomie, für eine Selbst-Erfindung entgegen der Norm, für ein Identitäts-Entwickeln und -RückSichern außerhalb dessen, was das Außen mir abverlangt: Sein Tagebuch in der vom [/telescreen/] unbeobachteten Nische ist der subversive Stachel, den Ingsoc aus ihm wieder herausziehen muss.
+     *] Offenbar sind 2001 gerade "[/webcammers/]" das Feuilleton-Thema, die 24/7 ihre Privaträume ins Web filmen. Rössler passen sie ins Bild, soweit sie sich noch unbeobachtete Rückzugsräume gönnen. Wer jedoch tatsächlich sich [/vollständig/] publiziert, der stellt für sie seine Autonomie-Fähigkeit in Frage.
+     *] Die eigenen vier Wände als Raum der Autonomie und des Eigensinns werden nicht nur durch Webcams in Frage gestellt, sondern überhaupt durch das Eintreten der äußeren Welt in Form von Medien, von Fernsehen, von Kommunikations-Geräten, von Technologie, die mit der Welt verschaltet ist. Manche davon können aber auch der Selbst-Erfindung als Ressourcen dienen.
+     *] Familie ist problematisch im liberalen Modell von Privatheit als Autonomie. Man wünscht sie sich als geschützt vor Außen und Staat, in ihr schrumpft aber die Autonomie der Individuen untereinander. Im Gegensatz zur Organisation ist das In-ihr-Sein oft nicht frei gewählt. Rössler fordert Balance von Autonomie der Familie und staatlichem Eingriff zur Emanzipation der Individuen.
2011-06-12 20:48:58 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] [*"Begrenztes Wissen: Informationelle Privatheit"*]: / *] Informationelle Pri… (?):
32,34c32,39
-   *] [*""*]:
-     *] ...
-   *] [*""*]:
+   *] [*"Begrenztes Wissen: Informationelle Privatheit"*]:
+     *] Informationelle Privatheit bezeichnet einerseits meine Kontrolle darüber, was Andere von mir wissen, und andererseits die Korrektheit meiner Annahmen darüber, was Andere von mir wissen. Es ist also ein Bereich meines Lebens, über dessen Geschützt-Sein vor den Blicken der Anderen ich mir [/zurecht sicher sein/] kann.
+     *] Rössler übernimmt ein verkürztes Bild des Panoptikons, wonach die Macht dadurch wirkt, dass sie die Gefangenen durch nicht abschätzbare Überwachung kontrolliert. Die Isolation der Gefangenen untereinander spielt in diesem Bild keine Rolle, und ich glaube, das liegt auch daran, dass Rössler die Atomisierung der Individuen als liberale Institution schätzt.
+     *] Der Wert informationeller Privatheit liegt darin, dass ihre Träger bestimmen können, welches Bild sie der Welt von sich präsentieren durch selektive Enthüllung, und durch Absicherung, dass die Welt sie so wahrnimmt, wie sie sich zeigen. Es ermöglicht ihnen, sich selbst als Autoren ihrer Person zu begreifen (als authentisch), als Planer ihres Lebens (als autonom).
+     *] Informationelle Privatheit ist auch eine notwendige Bedingung intimer Beziehungen. Die Verschiedenheit der menschlichen Verhältnisse zueinander liegt begründet in der Verschiedenheit dessen, was die Teilnehmer sich voneinander mitteilen. Beziehungen werden durch größere gegenseitige Entblößung privilegiert, die nur im Vertrauen auf Nichtkommunikation nach Außen geschieht.
+     *] Die gröbste Verletzung informationeller Privatheit ist die Offenbarung, dass die Anderen schon immer mehr von einem wussten, als sie durchblicken ließen. Der solcherart Betroffene begreift plötzlich, dass er gar nicht Autor seines Personen-Bildes war, dass seine Pläne und Manipulations-Ansätze Illusionen war, dass er nie ein autonomes, also selbsterzeugtes Subjekt war.
+     *] Rössler sieht im Internet große Gefahren für informationelle Privatheit, weniger aus Furcht vor Orwellschem Totalitarismus, sondern weil mehr und mehr Menschen sie allzu bereitwillig hier abstreifen, offenbar gar nicht mehr als Bedingung eines guten Lebens begreifen -- und damit auch auf die Idee von Selbst-Autorenschaft verzichten, auf die aber die liberale Demokratie aufgebaut sei.
+   *] [*"Das private Zuhause: Lokale Privatheit"*]:
2011-06-10 12:17:24 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] [*"Handlungs- und Entscheidungsspielräume: Dezisionale Privatheit"*]: / *] "D… (?):
25c25,35
-   *] ...
+   *] [*"Handlungs- und Entscheidungsspielräume: Dezisionale Privatheit"*]:
+     *] "Dezisionale Privatheit" ist für Rössler: Welche Religion ich praktiziere, welche Frisur ich trage, das können Andere zwar sehen, aber dadurch haben sie noch kein Recht, es zu bewerten, zu kommentieren, zu loben oder zu tadeln. Es ist eine Freiheit von Rechenschaft. Es verlangt Nichtbeachtung oder Gleichgültigkeit von den Außenstehenden.
+     *] Explizite Abgrenzung zum Privatheits-Begriff von [/Roe v. Wade/]: Die individuelle Freiheit der Abtreibung ist etwas Anderes als die dezisionale Privatheit der Abtreibung. Das Eine verwehrt sich gegen eine Untersagung der Abtreibung. Das Andere gegen deren Missbilligung oder Toleranz. Was du davon denkst, ist egal: Es ist nicht dein Problem, also halte die Klappe dazu.
+     *] Unterschiedliche Beziehungen bedeuten unterschiedliche dezisionale Privatheiten. Meine Freunde können meine Partnerwahl kritisieren, mein Berufskollege nicht. Mein Berufskollege kann meinen Vertrags-Abschluss fürs Unternehmen kritisieren, mein Saufkumpan dagegen kann das nicht.
+     *] "Kommunitaristen" kritisieren die dezisionale Privatheit: Privatsphäre sei Tabu von Gartenzaun und Familienstille -- also Institutionen der Gemeinschaft. Privates Handeln ist also nicht Handeln außerhalb gemeinschaftlicher Norm. Dezisionale Privatheit behauptet einen solchen Raum, ist also was Anderes. Für Rössler klingt das tendenziell kollektivistisch.
+     *] Feminismus und Postmoderne kritisieren die Idee vom autonomen Subjekt, können deshalb mit dezisionaler Privatheit wenig anfangen: Ein Raum außerhalb gesellschaftlicher Normierungs-Rechenschaft existiert nicht! Rössler entgegnet: Will der Feminismus im liberalen Diskurs was reißen, muss er Subjekt und Autonomie akzeptieren. Außerdem stärkt Autonomie die Frau gegen's männliche Reinreden.
+     *] Kleine Hinrichtung von Hanna Arendt: Für die gibt es natürliche Zuordnungen von Gegenständen und Praktiken in Sphären des Häuslichen und Privaten oder des Öffentlichen und Politischen. Kein Gespür für deren repressive oder emanzipatorische Verhandelbarkeit. Feste, unreflektierte Schemata von Frei und Unfrei, Privat und Öffentlich, Enge und Offenheit.
+   *] [*""*]:
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+   *] [*""*]:
+     *] ...
2011-06-08 19:05:14 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Bedingung meiner Freiheit ist für Rössler nicht nur die vor mir liegende Optionen… (?):
17c17,23
-   *] ...
+   *] Bedingung meiner Freiheit ist für Rössler nicht nur die vor mir liegende Optionen-Vielfalt, sondern auch, dass ich ein Subjekt bin, das rational zur Wahl, Entscheidung, Abwägung, Priorisierung fähig ist; und die Bedingung der Freiheit eines Subjekts ist auch, dass es seine Entscheidungen [/autonom/] treffen kann.
+   *] Autonom wird eine Entscheidung, wenn sie bestimmt wird von der individuellen Persönlichkeit des Subjekts anstatt von äußeren Faktoren. Autonomie erfordert daher als Maßstab Selbstbild, Selbstreflektion (auch über die Bedingtheit durchs Außen, und darüber zumindest eine Möglichkeit der Distanzierung davon), Identität, Selbst-Erfindung, ein Sich-zu-sich-Verhalten.
+   *] Autonomie ist daher für Rössler eng verwandt mit Authentizität: der Übereinstimmung mit einem persönlichen Eigentlichen, einem Sich-Unterwerfen dem was aus dem Eigenen/Inneren kommt. Sie gesteht zu, es könnte problematisch sein, vom Persönlichkeits-Kern auszugehen. Aber von der Denkweise ablassen mag sie nicht.
+   *] Warum sollten wir diese Autonomie wollen, als unsere Freiheit erstreben? Weil die liberale Gesellschaft nunmal um die Form der individuellen Autonomie herum gebaut ist. Und weil wir Selbstbestimmung nunmal in der modernen Mentalität als Voraussetzung für unser Glück begreifen.
+   *] Beliebte Legitimisierungen der Privatheit: Sie ermöglicht Beziehungen die besonderen Qualitäten der Intimität und dem Individuum einen abgesteckten Raum fürs Selbst, in dem eben dieses Selbst unabhängig vom Gewusel der Umwelt sich selbst reflektieren, erfinden, verfestigen kann. Rösslers Projekt nahe, ihr aber in den bisherigen Vorschlägen noch zu reduktionistisch.
+   *] Kritik an "reduktionistischem" Diskurs zur Privatheit. Autoren wie [*Judith Jarvis Thomson*] dekonstruieren sie zum Nebeneinander verschiedener Ansprüche, die in unterschiedlichste Richtungen verweisen, ohne einheitlichen Kern. Für Rössler widerspricht das der Intuition, und sie sieht die Möglichkeit einer Gesamt-Theorie des Privaten nicht hinreichend widerlegt.
+   *] Demgegenüber beschwört sie ihr Projekt einer einheitlichen Theorie der Privatheit als Bedingung persönlicher Autonomie -- und darüber persönlicher Freiheit. Das will sie im Einzelnen an den drei von ihr postulierten Dimensionen der Privatheit (lokal, dezisional, informationell) als Nächstes belegen. (Einheitlichkeit in Dreiteiligkeit? Sehr christlich.)
2011-06-07 14:56:44 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Übersicht über diverse Ideen und Diskurse der Privatheit. Gern zum Beispiel nur a… (?):
5c5
-   *] Übersicht über diverse Ideen und Diskurse der Privatheit. Gern zum Beispiel nur als das nicht näher qualifizierte Andere zur sehr viel eher interessierenden "Öffentlichkeit" definiert, oder als quasi Natürliches. Eingrenzung, Eigen-Definition: Etwas ist mir privat, wenn ich den Zugriff darauf kontrolliere oder kontrollieren sollte.
+   *] Übersicht über diverse Ideen und Diskurse der Privatheit. Gern zum Beispiel nur als das nicht näher Qualifizierte Andere zur sehr viel eher interessierenden "Öffentlichkeit" definiert, oder als quasi Natürliches. Eingrenzung, Eigen-Definition: Etwas ist mir privat, wenn ich den Zugriff darauf kontrolliere oder kontrollieren sollte.
12c12,15
-   *] ...
+   *] Die traditionelle liberale Theorie des Privaten ist stark sexistisch. Sie idealisiert Männer zu freien vertragsfähigen Subjekten, indem sie alles Unfreie und Persönliche auf die Familie unter ihnen abschiebt. Die Frau wird qua Natur dorthin ins Häuslich-Fürsorgliche einsortiert, stolz durch die Öffentlichkeit bewegen kann sich nur der Mann.
+   *] Feministische Theorie kritisiert in Folge diese liberalen Theorien, ihre Einsperrung der Frau an den Herd, die Entwertung ihrer Lebens-Umstände als apolitisch. In letzter Konsequenz fordern einige Radikale die Aufhebung der Dichotomie zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, da sie immer auch eine Dichotomie zwischen weiblichen und männlicher Freiheit mitschreibe.
+   *] Rössler lobt diese Analyse, soweit sie nicht zu postmdern-dekonstruktiv gerät, findet den letzten Schritt aber zu harsch. Sexistisch sei das Private, soweit liberale Klassiker naturalisierend-traditionalistisch Familienkörper und Geschlechterrollen annehmen, nicht aber die eigentliche Idee, Individuen rechtlich-konventionalisiert Räume der Selbstbestimmung zuzuerkennen.
+   *] Rössler plädiert für das Projekt, die liberale Theorie des Privaten in Folge feministischer Kritik um ihre sexistischen Prämissen zu bereinigen und auf genderistisch aufgeklärte neue Beine zu stellen, die Freiheit und Selbstbestimmung gleich verteilen -- auch wenn das die Neukonzeption bspw. der Familie verlange.
19d21
- 
2011-06-07 13:36:32 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] Übersicht über diverse Ideen und Diskurse der Privatheit. Gern zum Beispiel nur a… (?):
5c5
-   *] Übersicht über diverse Ideen und Diskurse der Privatheit. Gern zum Beispiel nur als das nicht näher Qualifizierte Andere zur sehr viel eher interessierenden "Öffentlichkeit" definiert, oder als quasi Natürliches. Eingrenzung, Eigen-Definition: Etwas ist mir privat, wenn ich den Zugriff darauf kontrolliere oder kontrollieren sollte.
+   *] Übersicht über diverse Ideen und Diskurse der Privatheit. Gern zum Beispiel nur als das nicht näher qualifizierte Andere zur sehr viel eher interessierenden "Öffentlichkeit" definiert, oder als quasi Natürliches. Eingrenzung, Eigen-Definition: Etwas ist mir privat, wenn ich den Zugriff darauf kontrolliere oder kontrollieren sollte.
2011-06-06 13:19:21 (rückgängig machen): AutoSum: [+] *] [*"Einleitung"*]: / *] Übersicht über diverse Ideen und Diskurse der Privatheit. … (?):
4c4,11
- *] [*"Vorbemerkung"*]:
+ *] [*"Einleitung"*]:
+   *] Übersicht über diverse Ideen und Diskurse der Privatheit. Gern zum Beispiel nur als das nicht näher Qualifizierte Andere zur sehr viel eher interessierenden "Öffentlichkeit" definiert, oder als quasi Natürliches. Eingrenzung, Eigen-Definition: Etwas ist mir privat, wenn ich den Zugriff darauf kontrolliere oder kontrollieren sollte.
+   *] Dezisionale Privatheit: Ich lasse mir nicht unautorisiert in meine Entscheidungen/Handlungen reinreden.
+   *] Informationelle Privatheit: Ich lasse die Welt nicht unautorisiert auf meine Informationen gucken.
+   *] Lokale Privatheit: Ich lasse Besucher nicht unautorisiert in meine Räume rein.
+   *] Bei den Amerikanern wird die dezisionale Privatheit hoch geschätzt und begründet zum Beispiel das Abtreibungsrecht. Die informationelle Privatheit dagegen muss sich der Redefreiheit unterwerfen. In Deutschland/EU umgekehrt. Hier legt man großen Wert aufs Persönlichkeitsrecht.
+   *] Rössler will im Kontext liberal-demokratisch-egalitärer Gesellschaft den Wert individueller Privatheit positiv bestimmen -- und zwar in ihrer engen Verbindung zu Freiheit, Autonomie, "Authentizität".
+ *] [*"Gleiche Freiheit und Privatheit. Zur Kritik der liberalen Tradition"*]:
5a13,19
+ *] [*"Freiheit, Privatheit, Autonomie"*]:
+   *] ...
+ *] [*"Drei Dimensionen des Privaten"*]:
+   *] ...
+ *] [*"Schnittstellen: öffentlich und privat"*]:
+   *] ...
+ 
2011-06-06 10:52:03 (rückgängig machen): AutoSum: [+] Buch: Beate Rössler, "Der Wert des Privaten" / 2001. Ich las es schonmal 2005 im Semin… (?):
0a1,5
+ Buch: Beate Rössler, "Der Wert des Privaten" / 2001. Ich las es schonmal 2005 im Seminar bei [[Mirjam Schaub]]. Nun Re-Lektüre.
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+ Lektüre-Notizen:
+ *] [*"Vorbemerkung"*]:
+   *] ...
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